Hotel Transilvanien 4 – Eine Monster Verwandlung

Dracu: Vampirjäger Van Helsing (Jim Gaffigan) rückt Dracu und seinen Freinden mit seiner neuen Waffe, der „Monsterfication Ray“ zu Leibe – und bewirkt daß sich alle in Menschen verwandeln …

Ich habe zwar alle drei Vorgänger gesehen, aber ebenso schnell wieder im Kopf gelöscht. Ich zähle halt nicht zur Zielgruppe dieser kindergerechten Guselsow, kann sie aber durchweg respektieren und akzeptieren und finde insgesamt im Setting und den Figuren ein gewisses Maß an Sympathie. Daher fand ich es angenehm daß eil 4 mir so direkt ins Prime Abo sprang, für einen Kinogang hätte es bei mir sicehr nicht gereicht. Und dafür war er restlos in Ordnung: das quietschbunte Setting, die altbekannte Story vom stengen Vater und liebem Schiwegersohn beid er sich der Letztere den Respekz verdienen muß und eine altbekannte Bodyswicht Story sind die pure Kurzweil. Wenn man die Figuren noch aus den anderen Filmen im Herzen trägt machts sicherlich noch mehr Spaß, für sich genommen ist die bunte Nummer herzig, wohltuend und nicht so absurd überdreht wie andere Vertreter.

Fazit: Laut, bunt, angenehm und kurzweilig!

Rating: ★★★★☆

Kids Run

Andi (Jannis Niewöhner) ist trotz seines jungen Alters bereits dreifacher Vater. Als ihn finanzielle Nöte dazu zwwingen beginnt er wieder als Boxer zu arbeiten …

Grau, der Film. Jannis Niewöhner spielt eine kantige, nicht sympathische Figur die sich in jungen Jahren bereits mit drei Kindern herumschlagen muß und versucht für diese zu sorgen. Dazu kehrt er in den unliebsamen Boxring zurück und lässt sich für seine Kinder gepflegt vermöbeln. Mehr als das brauchts eigentlich nicht. Die Story und die ganze Austrahlung des Films wirken wie grau in grau, ohne Farbe und Freude und die Hauptfigur ringt einem Anerkennung, aber keine Sympathie ab. Eigentlich also ein typisches deutsches Drama, ohne Besonderheiten, in die eine oder andere Richtung. Vor allem aber wohl eine Auszeichnung für Niewöhner und seine Fähigkeiten.

Fazit: Trister Look für eine konventionelle Erfolgsstory mit gutem Hauptdarsteller!

Rating: ★★★☆☆

Scream 5

Erneut treibt sich ein Mörder im Ghostface Outfit herum. Seine Opfer sind junge Menschen die irgendwie in Verbindung mit den Tätern der Vergangenheit stehen. Daher greifen Sidney Prescott (Neve Campbell), Journalistin Gale Weathers (Courteney Cox) und Ex-Sheriff Dewey (David Arquette) erneut ein ……

Der Film bleibt den Wurzeln der Serie treu und veräppelt was er ist: ein Sequel, viele Jahre nach dem Original spielend, mit neuen Figuren und den alten in Mentorenrollen. Und er stellt den ersten Film großflächig nach und veralbert die Mechanismen. Also alles beim Alten in Woodsboro? Yes. Aber eben auch so wie es Spaß macht. Wenn man wie ich die Figuren seit über 20 Jahren kennt ist das Wiedersehen schön, auch wenn diese nur überschaubare Screentime haben. Die neuen Figuren machen ihren Job, aber nennenswerte Highlights treten dabei nicht hervor. Dafür sind die Mordszenen ungemein brutal und geizen trotz FSK 16 nicht mit Blut und Gore. Das Motiv welches hinter den Morden steckt finde ich zwar düftig, aber es passt zum Gesamtkonzept. Daher ist der ganze Film für Fans ein Fest, für den Rest vertretbar.

Fazit: Solide, spaßig und für Fans und Kenner sicherlich ein Fest!

Rating: ★★★★☆

The 355

Die rabiate Agentin Mason Brown (Jessica Chastian) wird entsandt um eine gefährliche Waffe sicher zu stellen. Dabei gerät sie an die deutsche Agentin Marie (Diane Kruger), die Computerspezialisation Khadijah (Lupita Nyong’o) und die kolumbianische Psychologin Graciela (Penélope Cruz) …

Im Kern scheint dies das Skript eines typischen Actionfilms aus dem Videothekensektor zu sein: eine schlichte Agentenstory in der ein paar Agentinnen um die Welt reisen und Jagd auf einen McGuffin machen, in diesem Falle ist das eine Festplatte die alles und jeden hacken kann. Außergewöhnlich ist dabei lediglich die Besetzung un das man diese doch recht seichte Stoy und die schlichten Charaktere mit so hochkarätigen Akteuren besetzen kann. Abseits davon bleibt ein schick gefilmter Actionfilm ohne besondere Merkmale der sich unangebracht ernst nimmt in Anbetracht des Blödsinns den er verzapft. Und wenn am Ende eine chinesische Agentin auftritt die betont wie sehr sie doich alle um die freie Welt kämpfen hat das einen faden Beigeschmack.

Fazit: In jeder Hinsicht solide, allerdings mit einem meilenweit zu erahnenden Twist und jeder Menge Plattheiten

The King’s Man – The Beginning

Conrad (Harris Dickinson) gerät an den noblen Duke of Oxford (Ralph Fiennes) und wird in die riskante Welt der britischen Spionage eingeführt. Dabei stellt sich raus daß er nicht für die Regierung, sondern ein „privates“ Unternehmen arbeitet …

Dieser Film hatte ein extremes Pech durch Corona-bedingte Verschoebung und erscheint zwei Jahre später als geplant. Ich selber habe allerdings ncht drauf gewartet: ich mochte die ersten beiden Teile sehr, war aber nicht wirklich an einer weiteren Folge interessiert, erst recht nicht a einem Prequel daß rund 100 Jahre vorher spielt. Mit den neuen Figuren und dem neuen Setting (insbesondere dem Ersten Weltkrieg) ist dies wirklich ein Film der sich kein Stück anfühlt als würde er zum King’s Man Universum gehören. Es dauert eine gute Stunde lang in der man einerseits einen Vater / Sohn Konflikt mit ansieht, außerdem diverse politische Ränkespiele, bis es dann zu einem flotten Schwertkampf kommt bei dem das alte Tempo,d er Witz und die Brillianz wieder aufkommt. Leider dauert es dann aber noch ein Weilchen bevor ein krasser und aus dem Nichts kommender Twist das letzte Drittel einläutet in dem auf alte Qualitäten gesetzt wird – erst zum Ende hin stimmen Spaß, Actio und Spannung wieder. Letztlich würde dieser Film fast für sich selbst stehen wenn es nicht die paar Bezüge gäbe – und leider schmälert die Fehlbesetzung der Figur Conrad merklich den Spaß.

Fazit: Eigentlich recht eigener Film der nur an manchen Stellen die gewohnte Qualität erreicht!

Rating: ★★★☆☆

King Richard

Richard Williams (Will Smith) zog die Tennislegenden Venus und Serena Williams groß. Allerdings war der Weg dahin sehr kompliziert, insbesondere weil Richard schon vor deren Geburt Trainingspläne schrieb …

Es wäre leicht zu sagen daß dies hier die Biographie der Williams Geschwister ist, aber das stimmt so nicht. Dies ist die Geschichte der Familie und besonders vorrangig die des Vaters, glänzend gespielt von Will Smith. Allerdings ist dies keine klare, angenehme Figur, sondern ein kantiger Typ der zwar ein klares Ziel hat und liebevoll mit seiner Familie umgeht, aber ebenso einen gewissen Eigenutz und eine Abfälligkeit seiner Umgebung an den Tag legt und darauf aus ist die eigene Minderwertigkeit durch die Erfolge seiner Töchter zu kompensieren. Dies verfolgt man in gut 138 sehr langen Minuten, die trotzdem selten zu dramatischen Tiefen absteigen sondern stets einen angenehmen, fröhlichen Grundton bewahren. Für Sportfans und Kenner der wahren Geschichte der Williams Spielerinnen ist dies sicher mit einem gewissen Reiz verbunden.

Fazit: Mischung aud Familienportrait und Sportfilm mit Will Smith in einer reinen Darstellerrole!

Rating: ★★★☆☆

Spencer

Ein entscheidendes Wochende zu Beginn der 90er Jahre welches Prinzessin Diana (Kristen Stewart) auf Sandringham verbringt. Dort beschließt sie ihren Mann zu verlassen …

Wenn man keinerlei Ahnung von der Biographie von Lady Di hat ist man hier ziemlich verloren, da der Film einem wenig bis gar nichts an die Hand gibt. Es wird ein Landsitz gezeigt auf dem die Königsfamilie Weihnachten verbringt, wie dort die geradezu militärischen Abläufe passieren mit denen alles organisiert ist und die triste Stimmung schlägt einem auch als Zuschauer geradezu auf den Magen. Und in alldiesem taummelt Hauptfigur Diana durch die Szenerie, es geht dabei weniger drum sklavisch ihren Tag zu erzählen, sondern ihre Geefühlswelt. Das führt zu unzusammenhängenden Szenen, Traumsequenzen und Rückblenden die mir keine konkrete Geschichte erzählen, aber sehr wohl das Verlorensein und die Unruhe der Figur herauskitzeln und darstellen. Und es ist eine Spielwiese uaf der Kirsten Stewart eine oscarreife Darstellung abliefern kann. Ichw ei nicht wie hisotisch exakt diese Diana Version ist, aber man sieht nichts mehr von dem Mädchen aus Twilight oder anderen Rollen – sie verschwindet komplett in dieser faszinierenden und doch irgendwie unahbaren Figur, deren Tragik in dem besteht was im wahren Leben mit ihr passiert ist. Mit dem entsättigten Farblook entseht so ein langsamer, asntrengern Film der einen aber nicht emotional kalt läßt.

Fazit: Mehr Gefühl als Geschichte mit faszinierender Hauptdarstellerin.

Stowaway – Blinder Passagier

Ingenieur Michael (Shamier Anderson) gelangt durch Zufall an Bord eines Marsraumschiffts und wird als blinder Passagier mitgenommen. Leider ist die Rückkehr zur Erde nicht möglich, aber es ist auch icht genügend Sauerstoff für alle an Bord …

Science Fiction von ihrer realistischsten Seite: eigentlich behandelt der Film auf sehr nüchterne Weise eine Marsmission, zeigt die Astronauten und ihre Arbeit und das Umfeld. Das geht trocken, nüchtern, fast dokumentarisch zur Sache bis eben ein blinder Passagier an Bord entdeckt wird. Daraus entspringt schnell ein großes Problem: mit dem zusätzlichen Mann wird der Sauerstoff knapp und es entsteht ein Szenario welches für einen Psychothriller hätte herhalten können. Aber der Film geht einen anderen Weg: er zeigt die Belastung der Beteiligten miteinander, dann aber den Versuch eine Lösung zu finden. Dies führt zwar zu weiteren Komplikationen, die aber gemeinsam angegangen werden. Der Film ist zwa sehr unterkühlt in seinen Emotionen, läßt einen aber trotzdem nicht kalt, ebenso begeistert der realistische Look. Und zum Ende hin gibt es ein packendes Finale da man hier so nicht erwartet hat.

Fazit: Trist und leise, unemotional und doch faszinierend!

Encanto

Familie Madrigal lebt in Kolumbien in einem magischen Haus und besitzt übermenschliche Kräfte in allen Arten. Lediglich Mirabel hat keinerlei Fähigkeiten – nd wird dadurch zu Schlüssel um ihre Familie zu retten …

Ich verstehe die „Veröffentlichungsstrategie“ von Disney nicht – wieso wird dieser Film nach nur einem Monat aus dem Kino direkt auf Disney Plus geschaufelt? Ich will mich nicht beklagen da ich ihn so problemlos schauen konnte, aber ich verstehe es nicht. Aber ehrlich: es war nett ihn gesehen zu haben, aber er hat mir nichts gegeben was ich nicht auch in anderen Disney Werken schon sehen konnte. Zwei Dinge machten ihn aber lohnend: zum einen die Hauptfigur die wundervoll liebenswert ist, zum zweiten der bunte und detailreiche Look. Abseits davon sah ich einen generischen Disney Fantasyfilm der eben die Familie und das alte „Glaube an dich selbst, du bist besonders!“ Thema hochhält. Und so altbekannt das ist, so wenig kann es eigentlich falsch sein.

Fazit: Wunderschöner Look und tolle Hauptfigur, der Rest ist solide Disneyware!

Don’t Look Up

Die Astronomen Kate (Jennifer Lawrence) und Randall (Leonardo DiCaprio), entdecken einen Asteroiden der mit tödlicher Gefahr auf die Erde zurast. Da dies aber niemand hören will müssen die beiden auf eine Medientour gehen …

Mehr Stars gehen wohl kaum in einen Film – mit Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence hat man schon direkt zwei Top Stars in den Hauptrollem, aber das setzt sich auch in die Nebenrollen fort, vo Meryll Streep über Jonah Hill bis zu Timothy Chalamet. Die Story hat absurde Brisanz, wenn man den Kometen einfach durch das Corona-Thema ersetzt. Denn es geht um Wissenschaftler die selbstlos ihre Entdeckung mitteilen wollen damit die Welt entsprechend handeln kann, aber sie erhalten niemals die nötige Aufmerksamkeit, die Ernsthaftigkeit oder den verdienten Respekt. Statt dessen hat jeder der in einer verantwortlichen Position ist eigene Interessen oder Hintergedanken und niemals hat jemand das Wohl der Welt im Sinne. Und auch wenn dies eine launige Komödie ist – in manche Figuren möchte man geradezu reinschlagen weil sie einen so wütend machen. DiCaprio hat indes einen mächtigen Spaß am Film, ebenso wie der Zuschauer.

Fazit: Etwas überlange Mediensatire mit Starensemble

Rating: ★★★★☆