Ein Gauner und Gentleman

Bankräuber Forrest Tucker (Robert Redford) erhielt zwar lebenslange Haft, schaffte es aber bereits 18 mal auszubrechen. Trotzdem drot ein verpatztes Ding im San Francisco des Jahres 2000 zum Verhängnis zu werden …

Mich hat wohl am meisten überrascht daß dies auf einem wahren Fall fußt: es wirkt wie ein perfekt auf Robert Redford zugeschnittenes Drehbuch. Genau genommen dessen große (und dabei sehr kleine) Abschiedsvorstellung: die Rolle eines Gauners der mit einem Lächeln und ein paar lustigen Sprüchen reihenweise die Banken ausraubt und dabei mit seinem Charme jeden becirct der ihm begegnet ist eine Verbeugung vor der Person Redford. Titel wie dieser werden heute eigentlich auch gar nicht mehr gemacht, es wirkt wie ein Film der in den 70ern gedreht wurde und in der Zeitkapsel bis jetzt gewartet hat. Demzufolge ist nicht viel mit Tempo, Action oder großer Spannung, es ist statt dessen eine filmische Räuberpistole die man fröhlich lächelnd anschaut. Das erreicht zwar nur ein kleines, aber sehr dankbares Publikum.

Fazit: Sympathische und sehr kleine Charmeoffensive mit der sich Robert Redford wohl von der Leinwand verabschiedet . aber wenigstens sehr gelungen!
Rating: ★★★★☆

 

Rambo – Last Blood

John Rambo (Sylvester Stallone) bekommt mit daß die Tochter seiner Haushäterin von einem mexikanischen Kartell entführt wurde. Also besinnt sich Rambo auf seine früheren Instinkte und beginnt einen blutigen Befreiungsversuch …

Nach Rocky hievt Sylvester Stallone die Figur des John Rambo ein weiteres Mal auf die Leinwand. Ob das nötig war? Wohl kaum. Ramb ist eine Figur die nach einem großartigen und auch dramatischen ersten Film zur reinen Actionkarikatur gemacht wurde und krasse, gewaltgetränkte Actionfilme liefete. Eine weitere solche ist auch der 5. Film: Rambo geht nach Mexiko und legt sich mit einem Kartell an. Daraus folgen war 90 Minuten Film, aber nicht 90 Minuten Action. Es gibt einenf etten Actionshowdown der schrecklich unübersichtlich gefilmt ist, dazwischen gibs ein paar kurze Handgemenge und Kloppereien, aber vone inem durchgehenden Actionkracher spürt man hier nichts. Di Actionszenen haben wucht, sidn aber fies geschnitten und machen wenig Spaß, das emotionale Spiel läuft ebenso im kaum feststellbaren Bereich. Es hat trotzdem einen gewissen Reiz einen ruhige Film zu sehen der noch so richtig altmodisch daher kommt und nicht wie die hektischen Actionorgien ala „Hobbs & Shaw“, aber ob Stallone mit diesem Film seiner Figur und den Fand was Gutes getgan hat … ich bezweifle es.

Fazit: Altwerk ohne Charme oder nennenswertes, der ultrabrutale Showdonw entschädigt aber.

Rating: ★★★☆☆

Sweethearts

Die alleinerziehende Mutter Mel (Hannah Herzsprung) plant einen Diamantendiepstahl um besserew Möglichkeiten für sich und ihre Tochter zu erreichen. Das geht schief und sie muß Franny (Karoline Herfurth) als Geisel zu nehmen sowie den Polizisten Harry (Frederick Lau) – und die Lage wächst ihr über den Kopf …

Nach „SMS für dich“ begibt sich Karoline Herfurth zum zweiten mal auf den Regieposten und hat nach dem gelungenen Erstling einige Erwartungen geschultert. Erfreulich ist dass sie nicht auf Nummer sicher geht und einen weiteren Titel aus dem Romantiksektor inszeniert sondern eine Action-Komödie abliefert. Diese fußt im Ersten Moment auf Zutaten die man kennt: eine eigentlich gutherzige Frau wird in die Enge betrieben und muß kriminell werden, die Dinge geraten aus dem Ruder und sie muß eine Geisel nehmen. Diese Geisel erweist sich als nervige, psychotische Katastrophe die aber im Zuge der Ereignisse mehr und mehr zur Verbündeten entwickelt … gabs alles schon mal. Macht aber in dieser neuen Form sehr viel Spaß: die Nebenfiguren sind gut gelungen, insbesondere Frederik Lau der zum Ende hin ein richtig er Actionheld sein darf. Ansonsten reit der Film ein paar flotte Actionmomente aneinander, viel Dialogwitz und rasante Komik. Zum Ende hin wechselt die Tonalität etwas und wird etwas ernster, gipfelt aber in einem sehr zufrieden stellenden Finale. Obendrein bleibt ein Funken Vorfreude darauf was Karoline HErfurth als nächstes inszenieren wird.

Fazit: Die Actionkomödie ist kurzweilig, solide inszeniert und macht viel Spaß!

Midsommar

Alle 90 Jahre wird in einem schwedischen Dorf für neun Tage lang die Sommersonnenwende gefeiert. Christian (Jack Reynor) reist dazu mit seiner Freundin Dani (Florence Pugh) an. Vor Ort erwarten sie jedoch furchtbare Rituale und der blanke Horror …

Dies ist einer der Fälle in denen man zwar den Film beschrieben kann, bei dem es aber letztlich restlos individuell ist wie weit man etwas damit anfangen kann. Die Story geht nur um ein paar Studenten die eher zufällig an einer kultischen Veranstaltung in Schweden teilnehmen nd bald bemerken daß die dortigen Rituale blutige Ausmaße annehmen. Das könnte auch der Plot eines schlichten Videothekenfilms sein den man sich so beiläufig anschaut, aber so ist der Film dann gar nicht gedacht oder zu verstehen. Es geht nicht um die Handlung, es geht um die Inszenierung. Die Farben, der Aufbau, die Stimmung – das erzeugt eine unheimliche Faszination und Spannung. Allerdings nimmt sich der Film für das was er da macht extrem viel Zeit und die entsprechende Geduld muß man erstmal auf bringen können. Eine Stunde lang passiert dabei nämlich gar nichts, danach brechen plötzlich unerwartete Schocks und Splattermomente über die Figuren herein. Wer sich darauf entsprechend einlassen kann kann ein wundervolles Kinoerlebnis genießen, ebenso sehr könnte dies auch von vielen als absolut langweilig gesehen werden, was auch an den mitunter etwas bleich wirkenden Figuren liegen kann Letztlich ist es den Versuch aber wert.

Fazit: Sehr spezielle Geschichte die einen unheimlichen Ruashc entfesselt.
Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=A1uVkkipoCU

Angry Birds 2

Die Angry Birds haben sich gegen die Invasion der Schweine erfolgreich gewehrt, liegen aber nun in einem stetigen Krieg mit ihnen. Dann aber taucht König Mudbeard, der Herrscher der Bad Piggies, bei den Vögeln und zeigt daß es eine weitere Insel mit einer Bedrohung gibt – und das die Schweine und die Vögel zusammenarbeiten müssen …

Es ist das Sequel eines Films der auf einem Handyspiel fußt – also sollte man wohl keine großartige Story erwarten. Die gibt’s dann auch nicht, der der Film eine reine Klamotte ist die auch in der Tradition von Titeln wie „Hot Shots“ stehen könnte. Ein paar Figuren gehen auf eine Art „Agentenmission“, die bringt aber kaum Spannung sondern eben nur Lacher und Gags. Und überrascht dabei: es ist in der Tat fast unglaublich wie viele der zahlreichen Slapstick Momente geistreich, treffend und funktionierend ausfallen. Da nimmt man es auch in Kauf daß ma nur alberne Comicfiguren als Helden hat und keine nennenswerten Entwicklungen stattfinden, ebenso wenig geht hier irgendwas zu Herzen. Dies ist einfach ein schlichter, gut aussehender und kurzweiliger GagaFilm der Fans des ersten sicherlich viel Spaß macht.

Fazit: Hat kein Herz oder nennenswerte Tiefe, sehr wohl aber eine extrem hohe Treffsicherheit bei zahlreichen seiner Slapstickmomenten!

Rating: ★★★☆☆

Vivarium

Eine junge Gemma (Imogen Poots) und ihr Verlobter Tom (Jesse Eisenberg) wollen sich ihr erstes Eigenheim leisten und schauen sich daui eine Siedlung an. Schnell stellen sie fest daß sie in dem merkwürdigen Gebiet gefangen sind …

Ich sah diesen Film in Köln auf dem Fantasy Film Fest und merkte schnell: es ist kein Tteil der regulär im Kino überleben würde. Dazu ist das ganze Ding von Anfang bis Ende viel zu speziell: ein recht liebenswertes Paar landet in einer absurden Situation in der sie in einer sterilen Umgebung ohne Ausweg landen und dort ein kleines Baby versorgen müssen. Das hat zwar im Ansatz Fanrasy und Science Fiction Anleihen, geht darauf aber nicht weiter ein. Es wird nichts was vorgeht irgendwie mit Erklärungen ergänzt und erweitert sondern bleibt so für sich stehen. Der Film konzentriert sich auf die psychische Entwicklung der Hautpfiguren welche letztlich nichts anders ist als eine satirische Überspitzung des Themas Eltern werden. Dieses bekommt man in Form eines sehr ruhigen, häßlichen und künstlichen Films der aber einem entsprechenden Publikum sicherlich hoge Faszination abgewinnen kann.

Fazit: Extrem spezieller Film zwischen allen Genres!

Shaun das Schaf – Ufo-Alarm

Eigenartige Lichter über der Stadt Mossingham kündigen den nahenden Besuch von außerirdischen Wesen an. Diese landen in Gestalt eines Mädchens auf der Farm des Schafs Shaun – und scheint dabei übersinnliche Kräfte zu besitzen …

Als wenn ich auf einer Party eingeladen wäre auf der ich niemanden kenne: ich habe zwar von den bisherigen Filmen der Macher einige Teile gesehen, sehe mich aber weder als Freund noch als Fan der Reihe. Der unschuldige und doch auch sehr alberne Humor trifft allerdings nicht so ganz meine Vorlieben, aber ich muß ebenso dagegenhalten daß es natürlich beeindruckend und begeisternd ist was hier mit wie viel Liebe zum Detail geschaffen wurde. Der Humor ist eigen und die ganze Machart in der kein Wort gesprochen wird kommt sehr speziell, eigen und eben nur einer bestimmten Zielgruppe zu Gute. Wer sich bislang nicht als tauglich für den Stoff sah wird es sicherlich auch nicht hier können, wer die Reihe mag wird sicherlich nicht das ultimative Highlight vorfinden, aber eben doch ein gutes, solides Werk. Auf jeden Fall wirkts nicht wie ein schnell produziertes TV Special sondern wirklich wie großes, eben dafür kreiertes Kino.

Fazit: Voller Liebe gemacht und mit gewissem eigenen Humor – aber für Außenstehende sicherlich kaum zugänglich!

Rating: ★★★☆☆

47 Meters Down

Die Schwestern Lisa (Mandy Moore) und Kate (Claire Holt) machen Urlaub in Mexiko. Abenteuerlustig lassen Sie sich auf eine riskante Sache ein: sie tauchen mit einem Käfig um Haie zu schauen. Leider reisst dabei das Seil – und die Frauen sind gefangen auf dem Meeresgrund, umgeben von Haien …

Eigentlich bewegt sich der Film aus ausgelatschten Pfaden: es ist ein Haifilm, eine typische Geschichte in der zwei recht normale Menschen bei einem Tauchgang in die Misere geraten und von einem Hai attackiert werden. Das hat es schon in zahlreichen Varianten gegeben, mal teuer, mal billig, mal blutig und mal albern. Dieser hier baut sein Szenario schleppend auf und macht einem die Hauptfiguren auch nicht gerade sagenhaft schmackhaft: zwei bleiche Partygirls, eine mit Liebeskummer, die jetzt nicht furchtbar unsympathisch daherkommen, aber eben auch nicht gerade Begeisterung auslösen. Wenn es dann unter Wassert geht wird es aber spannend: der Film bleibt sich an den beiden dran und versucht ein realistisches Szenario zu entwerfen in dem sich die betroffenen irgendwie herauswinden können. Das fllt optisch nicht so irre aus, weils eben einfach nur dauerhaft blau ist, kann aber durchaus die ein oder andere Schweißperle erzeugen. Ob man das leicht unkonventionelle Ende mag oder nicht muß man für sich selsbt entscheiden.

Fazit: Seichte Figuren in spannender Hai-Bredouille!

After Passion

Tessa Young beginnt ein Studium in Washington. Das wird von Anfang an in Frage gestellt als sie auf den Bad Boy Hardin Scott trifft. Der verändert Tessa als Wesen von Grund auf und vollständig …

Die ganze Aufmachung, der ganze Look, das ganze Konzept dieses Films zerplatzt wie eine Seifenblase wenn man nur auf die Blu-Ray Hülle schaut. Mal ehrlich: ein Film der vorgibt die Teenager Variante von Shades of Grey zu sein, mit einem nach Erotikfilm ausschauenden Cover auf dem der Flatschen „frei ab 0“ prangt? Was ist denn da schief gelaufen? Vermutlich alles. Zumindest all das was mal geplant war. Am Ende erscheint dieser Film wie die xte Variante einer College Romanze. Liebes Mädchen trifft finsteren Bad Boy mit weicher Seele, kommt mit ihm zusammen und dann geht’s durch ein paar Gefühlsebeben. Eigentlich ein typischer kleiner Schmachtfetzen für ein entsprechendes Publikum, es nervt aber daß die männliche Hauptfigur nur so ausschaut als sei er tiefsinnig, dabei aber kaum Charisma besitzt und ansonsten brav alle Klischees solcher Titel wie auf einer Strichliste abgehakt werden. Und man merkt wie die Zeit vergangen istwenn mal Selma Blair als Mutter sieht; bedenkt man das sie einst bei „Eiskalte Engel“ selsbt ein Mädchen was das sich in sündige Umfelder begab.

Fazit: Vollkommen redundante Klischeepackung mit Kitschfüllung!

The Kitchen – Queens of Crime

Nach der Inhafteirung einiger Gangster im Jahre 1978 bleiben deren Frauen auf den Schulden ihrter Männer sitzen. Also nehmen sie die Angelegenheiten in ihre eigenen Hände und setzten das Gangstertum um …

Eine DC Comicverfilung die auf einem Werk beruht daß ich nie in den Fingern hatte und welches mir auch sonst nie untergekommen ist. Bei der Handlung hatte ich zunächst das Gefühl der Film wiederholt das „Widows“ Szenario: ein paar Männer landen im Knast, deren Frauen beginnen aus Geldschulden mit der Kriminalität. Durch die Anwesenheit von Melissa MCCarthy könnte das sogar in eine Komödie ausgeformt werden, aber der Film geht hierbei ganz andere Wege. Der Grundton ist zwar harmlos und mitunter etwas flapsig, ist dabei aber nicht lustig sondern baut nach und nach ein immer blutigeres Szenario auf. Die Figuren werden immer bösartiger, die Intrigen immer krasser und der beiläufige Leichenberg wächst stetig. Trotzdem hat man nocht das Gefühl einen Thriller zu gucken, oder ein anderes Genre. Es ist einfach ein Film der Figuren zeigt und eine Geschichte erzöhlt, eine inder aber große Sprünge drin sindwas Tempo, Entwicklung und Stimmung entspricht. Am Ende einer der eigentlich wenig aussagt, zwar nicht langweilt, aber trotzdem außer kurzen spannenden Momenten eher enttäuscht.

Fazit: Wäre gerne ein düsterer Gangstethtiller, wirkt aber relativ neutral und liefert in keine Genrerichtung!
Rating: ★★☆☆☆