Hellraiser 4 – Bloodlines

Im 22. Jahrhundert kämpft Paul Merchant (Bruce Ramsey) gegen den Zenobiten Pinhead (Doug Bradley) – durch Vorfahren wurde einst die Macht des Bösen auf der Welt entfacht durch eine ungewöhnliche Rätselbox …

Dies ist dann wohl der Befreiungsschlag. Teil 2 war ein direktes Sequel zu Teil 1; Teil 3 griff immerhin noch eine Figur und die wesentlichsten Punkte auf, diese Folge vier befreit sich von alledem und macht sein eigenes Ding. Eigentlich geht es nur darum wieder schöne Horror und Folterszenarien zu ermöglichen und effektiv zu inszenieren und dabei Doug Bradley als Pinhead wieder spektakulär ins Zentrum zu verfrachten. Dessen Auftritte sind aber relativ zurückgefahren, statt dessen mixt der Film eine krude Story die durch mehrere Zeitebenen geht und sich um den ominösen Zauberwürfel handelt. Leider ist diese gähnend langweilig (bei einer Lauflänge von gerade mal 80 Minuten) und man knüpft irgendwie keinerlei emotionale Anbindung zu den Figuren, da diese bleich und uninteressant sind. Die SciFi Effekte in den Zukunftsszenarien sind obendrein meilenweit unter einer typischen Star Trek Episode. Leute die alles komplettieren müssen (wie ich) können es hier natürlich mal versuchen, insgesamt aber enttäuscht die vierte Folge und bietet außer ein paar blutigen Momenten nichts.

Fazit: Uncharismatischer Fortführer ohne Reiz!

Rating: ★☆☆☆☆

Hellraiser III – Hell on Earth

Fernsehreporterin Joey Summerskill (Terry Farrell) erlebt wie ein Mann von einer unbekannten Macht getötet wird. Joey tut sich mit der Freundin des Opfers der Tänzerin Terri (Paula Marshall) zusammen und folgt ihr in den Nachtclub „Boiler Room“ – von dort aus führt eine düstere Spur zum Zenobit Pinhead (Doug Bradley) …

Nach rund 29 Jahren seines Bestehens ist mir dieser Film dann auch mal vor die Augen geraten und trifft unerwartet positiv einige Punkte. Der Film ist von Anthony Hickox, der ein Jahr später den zweiten „Warlock“ Film inszeniert hat und dieser hier erinnert mich in vielen Punkten daran, was Stimmung, Atmosphäre, Look und auch die ausufernden Gewaltarien angeht. Dann ist es der erste Teil der Reihe der in Amerika statt in England produziert wurde und auch dadurch einen etwas hochwertigen Look bekommt. Mit Terry Ferrell die mir als Dax aus „Star Trek“ sehr im Kopf ist habe ich auch eine Hauptfigur die mir sehr zusagt. Die Story an sich ist natürlich Banane, aber mit sehr viel Retrogefühlen zu betrachten: ein absurdes Monster erreicht das New York der frühen 90er Jahre und entfesselt die Hölle auf Erden. Look, Musik, die herzlich als solche zu erkennenden Spezialeffekte und die Mischung aus allem gaben mir anderthalb sehr nostalgische Stunden. Ich kann aber verstehen wenn dies als Schmutz und veralteter Quatsch abgetan wird.

Fazit: Düster und bösartig zu seiner Zeit, aus heutiger Sicht geradezu nostalgisch und charmant!

Rating: ★★★☆☆

Gremlins 2 – DIe Rückkehr der kleinen Monster

Billy (Zach Galligan) und Kate (Phoebe Cates) leben mittlerweile in Ney York und arbeiten im Hochhaus des Medienmoguls Daniel Clamp (John Glover). Durch unglückliche Umstände werden im dorigen Gebäude erneut Mogwais freigesetzt die ein tödliches Chaos entfesseln …

Ich habe es versucht und bin dezent gescheitert: ich respektiere die Marke „Gremlins“, verstehe daß diese Filme bei manchen Kultstatus genießen und gönne es jedem. Leider hat das für mich nie funktioniert, weswegen jetzt ein Rewatch nach sehr vielen Jahren eine neue Chance offenbaren sollte. Leider klappte es nicht: ich finde e sok daß die Handlung aus einer Kleinstadt in ein High Tech Hochhaus verfrachtet wurde und daß diverse Figuren des Erstlings so wieder auftauchen. Aber ansonsten ist dies für mich nicht viel mehr als eine laute, bunte Zerstörungsarie in der sabbernde Stoffpuppen möglichst viel kaputt machen. Da sind zwar viele Referenzen drin, sehr viel Liebe zum Detail und einige kleinen Gags sind genial, trotzdem springt der große Funke bei mir nicht über. Wertschätzung und emotionale Anbindung sind halt nicht das Gleiche.

Fazit: Bunte, laute und detailreiche Zerstörungsorgie!

Rating: ★★★☆☆

Willys Wonderland

Wegen einer Wagenpanne muß ein wortkarger Mann (Nicolas Cage) eine Nacht in einem Freizeitpark verbringen. Schon bald erkennt er daß hier merkwürdige Dinge vorgehen und ihm die Attraktionen ans Leben wollen …

Mehr Absurdität passt wohl kaum in eine Inhaltsbeschreibung: Nicolas Cage spielt einen Mann der eine nacht in einem Freizeitpark verbringt in dem die Attraktionen Amok laufen. Leider macht dieser Film aus dem trashigen Konzept wenig und nimmt sich selbst bemerkenswert ernst, was aber nicht hilfreich ist wenn die Story so dermaßen blöd ist. Da das Budget im Rahmen war kann man hier auch kein wirkliches Feuerwerk a Effekten erwarten, lediglich ein paar passable Splatter und Blutszenen. Und Cage? Der ist zwar coool wie eh und je, leider verzichtet das Skript darauf ihm coole Onliner in den Mund zu legen oder sonst etwas Spaß bringendes zu ergänzen. Bedeutet: der Film ist so träge und lahm und bierernst wie man ihn bei der Inhaltsangabe nie erwarten würde.

Fazit: Dümmliches Horrorfilmchen welches sich nicht auf seine bescheuerte Idee verläßt und erkwürdig ernst ausfällt.

Der Distelfink

Theo Decker (Ansel Elgort) verliert seine Mutter Audrey (Hailey Wist) bei einem Terroranschlag in New York. Im Rahmen dessen drängt ihm ein Mann ein bestimmtes Gemälde auf – welches einen ungeahnten Einfluß auf sein Leben hat …

Hier wurde wohl ganz viel Literatur in zweieinhalb Stunden Film verladen. Ein Werk von solcher epischer Größe daß ich wohl garnicht versuchen brauche es gänzlich zu erfassen oder nachzuvollziehen. Aber ich kann Aspekte rausziehen die mich angesprochen haben. Das ist natürlich „Baby Driver „Ansel Elgort in der Hauptrolle, wobei Timothee Chalamet in seinem Part ein absoluter Szenendieb ist. Ansonsten spricht mich der traurige Weg an den eben die Hauptfigur gehen muß, von Familie zu Famile und mit dem grausamen Verlust der Mutter. Nicht so sehr hat mich die Story rund um einen Gemäldediel mit leichten Thrilleranteilen gepackt. Das Alles ist wohl für Leute die das Buch gelesen haben recht interessant, alle anderen bekommen eine eigenartige Mischung aus Thriller und Drama mit epischer Länge

Fazit: Traurig und episch, ebenso wild springend in den Zeitebenen – läßt am Ende eher kalt.

8rating: 2]

Kajillionaire

Robert (Richard Jenkins) seine Frau Theresa Dyne (Debra Winger) und ihre Tochter Old Dolio (Evan Rachel Wood) schlagen sich mit Trickbetrug durch. Als ihre Geschäfte nicht mehr gut laufen lernen sie Melanie (Gina Rodriguez) kennen …

Ich sehe den Stempel „Independent Film“ immer etwas kritisch. Es gibt Filme die dies als Etikett nehmen um dahinter restlos alles zu machen was man will und wenn man dann damit ein Problem hat, dann hat man eben keine Ahnung oder keinen Sinn dafür. Es gibt aber auch Titel die hinter diesem Stempel ein unfassbar kreatives Feuerwerk abfeuern. Wo sich dieser Film einordnet kann ich nicht sagen. Mich haben alle Hauptfiguren restlos abgestossen, als bösartige Kleinkriminelle die nur darauf bedacht sind wo sie jemanden über den Tisch ziehen können. Die Figur der Old Dorio hat dabei zwar mein Mitgefühl, aber trotzdem nicht mein Herz. Und die endlosen, langsamen Aufnahmen in denen diese Figuren an Haltestellen herumstehen oder sich witzig an einer Mauer in ihre Wohnung schleichen ermüden relativ schnell. Das es im Kern um eine arme Frau geht die nur die Liebe ihrer Eltern erfahren will mag rührend sein, aber aufgrund der restlichen Umstände kaum greifbar. Ich kann absolut verstehen wenn Leute diesen sperrigen Film lieben, feiern oder anderweitig zu schätzen wissen, mich selber hat er restlos außen vor gelassen.

Fazit: Sperriges, eigensinniges Drama bei dem man zwischen Bedauern und Hass für die Hauptfiguren hin und herpendelt.

Rating: ★★☆☆☆

Army of the Dead

Eine Zombieplage bricht aus in Las Vegas. Das wollen aber eine Truppe Söldner für einen großen Raubzug nutzen …

Da möchte man natürlich sagen „Der neue Film mit Matthias Schweighöfer“; aber es geht wohl vorrangig um den Regisseur, Zach Snyder. Der verwirklicht hier ein totales Wunschprojekt und ist ja auf altbekanntem Terrain unterwegs, da er 2004 mit „Dawn of the Dead“ schon mal einen Zombiefilm gemacht hat. Hier verknüpft er (ähnlich wie „Peninsula“) ein Heist Movie mit eben dem Zombiethema und schickt eine bunte Heldentruppe mitten ins blutige Getümmel. Dabei entsteht das Paradox daß die Figuren zwar wuchtig und markant, aber kaum interessant sind und man daher kein wirkliches Interesse an ihrem Schicksal hat. Als Dauerplapperer setzt Schweighöfer ein paar nette Momente, aber eigentlich sit er auch nur einer der vielen Monstermurkser. Die Zmbies selber fallen etas ungewöhnlich auf dadurch daß sie eine Art „Gesellschaft“ inklusive ihrer Königin haben, viel wird daraus aber nicht gemacht. Und ansonsten werden vertraute Dinge geliefert: fette Actionteile, extrem blutige Metztelszenen und einige epischen Bilder, wenngleich öftes auf erkennbare Spezialeffekte gesetzt wird. Der Haken ist aber die epische Lauflänge die wohl so nicht nötig gewesen wäre.

Fazit:Kommt über solide nicht hinaus, dürfte der Zielgruppe aber ausreichend Spaß liefern!

Videoreview von mir: https://youtu.be/bz0iu3V-H_g

Gremlins – Kleine Monster

Billy (Zach Galligan) bekommt zu Weihnachten das pelzige Wesen Gizmo geschenkt, einen Mogwai. Allerdings wird durch einen Fehler eine Regel mißachtet die man niemals brechen darf – und schon bald entsteht tödliche Gefahr für die Kleinstadt Kingston Falls…

Auch bei diesem Film bin ich im Zwiespalt – ich bin gefangen zwischen der persönlichen Auffasung und dem Respekt. Den Respekt dafür daß dies ein Klassiker ist, daß dieser Film bei einigen ein legendärer Weihnachtstitel ist dessen Namen bis in die Gegenwart besteht. Außerdem ist dies eine humorvolle, fette Ladung an Endloszerstörung und eben ein charmantes Gruselmärchen mit Witz und Tempo. Der kleine Gizmo stellt zudem eine der süßesten Filmfiguren ever da. Und dennoch: auch wenn ich einen Hang zur Nostalgie habe, mich hat diese wilde Geisterbahnfahrt nicht gecatcht. Und wie immer ist es auch meine Überlegung ob es an meinem Alter liegt oder dem traurigen Gedanken daß diese Nummer heute wohl kaum mehr neue Zuschauer für sich einnehmen könnte … keine Ahnung. Trotzdem freue ich mich für jeden der ein strahlendes Lächeln bei der 100, Wiederholung im Gesicht hat.

Fazit: Ein Klassiker in vielerlei Hinsicht!

Rating: ★★★★☆

Hellraiser 2 – Hellbound

Nach den blutigen Vorfällen in ihrem Haus landet Kirsty (Ashley Laurence) in der psychiatrischen Klinik von Dr. Philip Channard (Kenneth Cranham). Auch dieser ist den Zenobiten und dem Geheimnissen des Würfels auf der Spur und holt sogar Julia (Clare Higgins) aus der Hölle zurück …

Ich schaue auf solche Titel immer mit zwei Augen. Ich habe den Film irgendwann mal in meiner Jugend gesehen und fand ihn ok, habe aber keine besonderen Erinnerungen daran und schaue einerseits mit ein wenig Nostaglie auf alte Titel, versuche aber auch den sachlichen Blick zu bewahren. Und sachlich ist das Ding ein unfassbar häßlicher Film mit schlichten Kulissen und Spezialeffekten die aus heutiger Sicht unfassbar schlecht sind. Gleichzeitig muß man dem Film einiges an Respekt zollen: er lotet das Maximum aus seiner Zeit und seinem knappen Budget aus und liefert eine Ansammlung an absurden Grausamkeiten deren Kreativität man erst mal schaffen muß, außerdem ist alles handgemacht und amtosphärisch dicht. Ob man damit einen heutigen, jungen Horrorgucker noch erreichen kann wage ich zu bezweifeln.

Fazit: Dreckig hässlicher, aber kreativer und unglaublich grausamer Alptraum!

The Woman in the Window

Dr. Anna Fox (Amy Adams) lebt gerne zurückgezogen und für sich alleine – und ntzt doch jede Gelegenheit um ihre Nachbarn auszuspionieren. So beobachtet sie allerdings auch einen gewaltsamen Vorgang in einem Nachbarhaus. Allerdings zweifelt sie selsbt an ihrer Wahrnehmung …

Hier wird ein einfaches, altbekanntes Prinzio auf Filmlänge gezogen: wir haben eine unzuverlässige Hauptfigur und erleben die Dinge wie sie diese wahrnimmt. Dabei können wir aber keinen Funken Vertrauen aufbringend a die Figur labil ist, halluziniert und wir somit dem erlebten keinen Glauben schenken dürfen. Dieses Verwirrspiel, was ist wahr, was ist falsch, was nehmen wir durch die Figur anders auf ect. Ist das Herzstück womit sich der Film auf seine Lauflänge zieht. Mit einer starken Amy Adams in der Hauptrolle und ein paar prominenten Nebenfiguren (Gary Oldman, Julianne Mooore, Anthony Mackie) kommt somit schon ein solider Film raus, aber eben auch nichts was lange im Kopf bleibt. Zumal durch das kammerspielartige Umfeld keinerlei Schauwerte bietet.

Fazit: Solides Zusammenrühren bekannter Versatzstücke!