Contra

Professor Richard Pohl (Christoph Maria Herbst) diskriminiert in einer Jura Vorlesung seine Studentin Naima (Nilam Farooq). Als Strafe muß er ihr bei einem Debattierwettsbewerb als Mentor beistehen …

Auch dieser Film kommt mit einem ganzen Jahr Verspätung ins Kino, durch Corona. Schade eigentlich, das Werk hätte ich gerne früher gesehen. Vielleicht lag daß das daran daß man durch den Trailer bewußt falsche Erwartungen bekommt. Es schaut nämlich so aus als habe man hier Chritoph Maria Herbst der in leicht variierter Form als Stromberg auftritt und eine Studentin quält. Dem ist abaer nicht so, der Schwerpunkt liegt bei Nilam Farooq und ihrer Figur Naima. Diese weird gezeigt als Tochter in der Familie wie sie fürs Geld schuften muß und die häuslichen Sorgen durchstehen muß. Als Frau die einen Partner findet und eben als Studentin die eine Zweckgemeinschaft mit einem scheußlichen Professor eingehen muß. Dabei baut der Film viele Dinge ein und auf die als pures Klischee herhalten könnten, allerdings wird dann eben vermieden diesen Pfaden zu folgen. Manches erledigt sich zu schnell im Hintergrund, manches verpufft, aber das macht nichts. Die Chemie zwischen Herbst und Farooq ist toll, die Dialoge geschliffen und dadurch daß die typischen Klischees vermieden werden ist es dann geradezu originell (wie etwa eine problemlos verlaufende Love-Story).

Fazit: Witzig, kurzweilig und mit Charme!
Rating: ★★★★★

Waves

Eine afroamerikanische Familie sucht nach einem schlimmen Schicksalsschlag einen Neuanfang in einer Vorstadt …

Wenn im Vorspann eines Fils das Logo von A24 erscheint kann man schon ahnen daß das Folgende speziell wird. Das können entsprechende Filmschauer auch verstehen, umsetzen und die volle Wucht daraus entnehmen, es gibt aber auch Leute die diese Filme langweilig, sperrig oder nicht wirklich angenehm zum schauen finden. Ich selber finde mich irgendwo in der Mitte wieder: ich respektiere die meisten Werke für Machart, Vorgehen und Kreativität, werde aber nicht immer voll davon abgeholt. Hier ebenso, auch wenn das eigentlich unmöglich ist. Erzählt wird ein sehr trafgischer Verlauf, die Leidensgeschichte einer Familie die durch mehrere Schicksalsschläge und insbesondere einen fatalen Twist nach zwei Dritteln sehr belastet wird. Während in der ersten Phase der Bruder im Zentrum steht verlagert sich der Rest danach komplett auf die Schwester. Eigentlich könnte man nun alle Vorgänge knapp erzählen, aber es geht weniger um das was passiert sondern die Inszenierung. Mit dicht an den Figuren klebenden Wackelkamerabildern (wie die eine drehende Kamera beim Autofahren zwischen Fahrer und Beifahrer hingekriegt haben ist mir ein Rätsel) oder langen und musikalischen Sequenzen in denen Gefühle nur eingefangen werden. Wenn man dafür empfänglich ist dürfte einen die Tragik und die Emotion geradezu wie ein Faustschlag treffen. Ich kann aber auch jeden verstehen der daß Ding nach kurzer Zeit entnervt beendet.

Fazit: Krasse Dramastory in ungewöhnlicher Inszenierung!

Astronaut

Witwer Angus (Richard Dreyfuss) ist 70 Jahre alt und träumte sein Leben lang von einem Flug ins All.- Die Chance erhält er als der Geschäftsmann Marcus Brown (Colm Feore) ein Gewinnspiel veranstaltet und eine Reise ins All verlost. Allerdings ist Angus zu alt …

Hier kann man sich anhand der Inhaltsangabe relativ schnell ausmalen, was einen erwartet. Ein Milliardär verlost einen Freiflug ins Weltall, ein alter Mann, der schon immer einmal dorthin wollte aber für das Prozedere nicht infrage kommt versucht es denoch und kämpft sich durch das Auswahlverfahren sowie die körperlichen und seelischen Strapazen des Weltraumflugs. Stimmt, aber nicht so richtig: der Film setzt einen Schwerpunkt auf eine Sache die zunächst absurd klingt. Es geht nämlich um eine Startbahn. Richard Dreyfuss Figur entdeckt einen Mangel an der geplanten Start Bahn und weißt darauf hin, allerdings will sich dies niemand weiter anhören und so beginnt ein recht langwieriger Prozess bei dem mal wieder der kleine versucht Gehör von Großen zu erhalten. Den Weltraumflug gibt’s zwar dennoch, aber er nachgeschoben am Ende. Vorher gibt es viele lange Gesprächsszenen und obendrein einiges an Familiendrama und die übliche Botschaft dass man ja auch immer nur seinen Träumen glauben und folgen soll. Nichts was es nicht schon gegeben hat, aber so was sieht man halt immer wieder gern und mit Richard Dreyfuss hat man auch eine mögen’swerte Figur und einen markanten Darsteller der das entsprechend rüberbringen kann. Deswegen für Liebhaber kleinerer und leiserer Filme könnte dies durchaus taugen, für viele andere könnte das Teil höllisch langweilig ausfallen.

Fazit: Glaube an deine Träume und hör nie auf wenn du vorhast wahrgenommen zu werden – alte Botschaften in neuem Gewand

Venom – Let there be carnage

Eddie Brock (Tom Hardy) hat es langsam geschafft sich mit dem Symbionten Venom zu arrangieren als der Serienkiller Cletus Kasady (Woody Harrelson) sich ebenfalls mit einem Außerirdischen infiziert. So mutiert er zu einer tödlichen Gefahr …

Ich habe das Glück daß ich der Thematik vollkommen entspannt gegenüber stehe. Ich kenne Venom nur aus dem alten Sam Raimi Film und dem ersten Teil mit Tom Hardy, habe keine Ansprüche an die Figur oder an den Ton. Ich kann mir aber vorstellen daß Venom als eine Figur die eher der härteren Seite zugehört und eigentlich ein Antagonist ist hier nicht wirklich den Vorlagen und Vorstellungen entspricht. Leider setzt der Film dabei viel zu sehr auf seinen Comedyfaktor. Das führt daß man eine halbe Stunde lang einen Film wie eine Sitcom schaut in der ein von allem überfordeter Depp und ein vulgäres Alien sich wie ein altes Ehepaar zoffen. Nach einer halebn Stunde davn wird dann der Gegner Carnage geboren – da die Lauflänge da aber kaum noch 50 Minuten betroifft kommt so etwas wie eine Story auch nicht auf. Zwei CGI Biester die sich eine zeitlich effektiv, aber spannungsarm auf die Glocke hauen, mehr gibt es nicht. Ein gewisser Spaßfaktor ebtspringt zwar totzdem und es wird sicherlich Leute geben die hieran großen Spaß haben werden. Aber wer eine adäquate Comicumsetzung oder eine gut erzählte Geschichte erwartet sitzt im falschen Film.

Fazit: Laut, albern, überraschend kurz und durch die Feigabe ab 12 auch vollkommen fern von einem Gemetzel

Rating: ★★☆☆☆

Halloween Kills

Laurie Strode (Jamie Lee Curtis), ihrer Tochter Karen Strode (Judy Greer) und ihrer Enkeltochter Allyson Strode (Andi Matichak) haben Michael Myers (Nick Castle) in einem brennenden Haus eingeschlossen und zum Sterben zurückgelassen. Allerderings hat dieser den Brand überlebt und kehrt zu einem erneuten Massaker zurück …

Runde 2 oder 3? Alleine darüber kann man sprechen. Dies ist das Sequel zum Alternativen Sequel des Originalfilms welches eigentlich nur ein gutes Verkaufsargument hatte: Jamie Lee Curtis ist wieder dabei! Juhu! Da dieser im Jahre 2018 absurd erfolgreich war legt man nun nach mit gleich zwei weiteren Filmen – bedeutet, die sist das Mitetlstück einer Trilogie und leidet uter den Problemen die ein solcher Film nunmal hat: er kommt zu keinem Schluß, muß Wege für den näcshten Teil offenhalten und bringt nichts fertig. Und er verschenkt einen passablen Ansatz: er richtet den Fokus weg von Laurie Strode (Curtis ist zwar im Film, hat aber nur einen bemerkenswert kleinen Anteil) und schaut statt dessen auf die Anwohner von Haddonfield und setzt einen Lynchmob ins Zentrum der versucht Michael den Garaus zu machen. Dieser wehrt sich aber und da wo der Originalfilm subtile Spannung an den Tag legte macht dieser hier puren Splatter. Es wird gemeuchelt und geschnetzelt daß es eine Freude ist, abe keine plausible und griffige Handlung dazu erzählt. Obendrein leidet der Film an der Splatterkrankheit bei der sich viele Figure echt idiotisch doof benehmen. Fazit: es gibt nicht viel zu erzählen, reihenweise Kills ersetzen eine Subtilität und auch wenn der Cliffhanger für Teil 3 amtlich ist bleibt man nur enttäuscht zurück.

Fazit: Fehlende Ideen und ein fehlender Schwerpunkt kann auch nicht durch extra viel Blut ersetzt werden!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=zB2kbfhis7o

Kate

Auftragskillerin kate (Mary Elizabeth Winstead) verpatzt einen wichtigen Auftrag in Tokio. Dadurch wird sie vergiftet und hat nunr noch 24 Stunden zu leben. Diese Zeit will sie nutzen um sich an allen Beteiligten zu rächen …

Während das thematisch ähnliche „Gunpowder Milkshake“ noch eine Kinoauswertung erhält wird dieser Film direkt auf Netflix ausgegeben. Wenn man Trailer und Story hört hat man das Gefühl einen Film in der Art von „John Wick“ zu kriegen, mit Storyrecycling von „Crank“ – und genau das bekommt man auch. Mary Elisabeth Winstead ballert sich als sterbende Killerin durch die Unterwelt von Tokyo, stepelt meterhohe Leichenberge auf und hat noch Zeit für ein kleines Kind und entsprechende Wortduelle. Parallel gibt’s immer wieder kurze, ruppige Kampf und Schußeinlagen in denen in hoher Anzahl gestorben wird und hier und da hält Woody Harrelson mal die Nase rein und sagt was Nettes. Eigentlich ist nichts verkehrt daran, aber ebensowenig irgendetwas besonderes. Obwohl Winstead sympathisch ist und Power hat kommt sie nicht an die Wirkung und Schlagkraft eines John Wick ran und der ganze Film verströmt seine Streaming Herkunft in jeder Szene.

Fazit: Jane Wick light – routiniertes Blutvergießen ohne nennenswerte Highlights oder Schwächen!

Rating: ★★★☆☆

Black Water Abyss

Jennifer (Jessica McNamee) färt mit ihren Freunden in eine abgelegene Höhle. Der trip wird zu blutigem Ernst als sich die Höhle mit Wasser füllt und ein riesiges Krokodil auftaucht …

Eine echte, inhaltliche Fortsetzung war wohl nicht zu erwarten, der Film hängt sich nur über seinen Titel an den alten dran: wieder werden ein paar Unschuldige Opfer eines Killerkrokodils. Nur daß sich diesmal die Räumlichkeiten ändern und statt einem Dschungel nun eine unterirdische Höhle der Schauplatz sit. Das bedeutet: fiese Krokodattacken im Dunkeln, panische Leute in der Finsternis und als Dauerspannungslieferant das stetig steigende Wasser. All das wäre für sich genommen ein nichtiger, aber passabler kleiner Grusler geworden, aber im letzten Drittel holt dieser dann doch voll aus: mitten in die Notsituaton wird noch ein Soap Artiges Beziehungsproblem geflochten und am ende geraten die Überlebenden auf eine unfassbare Weise nochmal in Bedrängnis um mit einer der unglaubwürdisten Schlußmomenten aufzufahren. Bis dahin wars nur Durchschnitt; aber zum Ende hin beginnt der freie Fall.

Fazit: Routinierter Krokohorror ohne Highlights, aber totalen Absurditäten zum Ende hin!

Rating: ★☆☆☆☆

Meine schrecklich verwöhnte Familie

Francis Bartek (Gérard Jugnot) will es seinen verwöhnten Kindern Philippe (Artus), Stella (Camille Lou) und Alexandre (Louka Meliava) zeigen und sperrt deren finanziellen Zuschuss. So müssen die verwöhnten Kinder plötzlich auf eigenen Füßen stehen …

Französischer Geschäftsmann nimmt seinen drei verwöhnten Kindern den Luxus weg und zieht mit ihnen in eine ärmere Gegend um sie zu erden. Absolut alles was man von diesem Plot erwartet bekommt man auch, aber in harmloser Form. Der Humor ist nicht aufgedreht und hysterisch (da bin ich in Gedanken immer bei Christian Clavier) sondern eher ruhig, die Handlung hat keinerlei Wendungen die man nicht erahnt und es macht irgendwo Spaß die versnobten Gestalten zu sehen wie sie an schlichten Alltagssituationen verzweifeln. Das muß man zwar nicht gesehen haben, kann es aber bedenkenlos.

Fazit: Triviale Komödie welche nie die vertrauen Bahnen verläßt!

Videoreview von mir: https://youtu.be/Zpo8wnQAWPs

The Guilty

Officer Joe Baylor (Jake Gylenhaal) hat eine Rechtsstreitigkeit am Hals und muß bis zur Klärung Telefondienst schieben. So kommt es aber dazu daß er am TElefon eine Entführung mit anhört …

Es gibt Filme, die kann man wieder und wieder anschauen. Andere verbraten ihr Pulver mit dem ersten Anschauen – und „The Guilty“ aus Dänemark war genau so ein Film. Die Kammwerspielartie Story um einen Mann in einer Hotline der versucht eine Notlage zu entschärfenfunktionierte wunderbar und offenbarte eine großartige, entsetzliche Pointe. Nun also folgt das US Remake welches nur wenigverändert: jetzt sind wir in einer amerikaniscen Polizeistation, Jake Gylenhaal ist der Mann am Rohr, das Büro sieht etwas schicker aus und alles passieert vor dem Hintergrund eines großen Feuers. Aber der Rest ist gleich. Wenn man das Original nicht kennt wird man den Film sehr spannend und fesselnd finden, wenn man aber um den Twist weiß hat der Streifen eigentlich keinen Reiz. Ich verglich es mit Freeze und dem dänischen Original „Nightwatch“: eigentlich ist alles vom Original drin, aber geglättet und ohne Kanten und damit ohne viel Reiz,

Fazit: Hat alle Stärken des Originals, macht aber keinen Sinn wenn man dieses schon kennt.

Rating: ★★★☆☆

They want me dead

Feuerwehrfrau Hannah (Angelina Jolie) leidet unter einem Trauma durch einen schlecht gelaufenen Brand. Dann aber ist sie gefragt: sie findet im Wald den Jungen Conner (Finn Little) der hat brisante Informationen bei sich und wird von zwei Auftragsmördern gejagt …

Kein wirklich guter Film, aber eben der Film auf den ich Lust hatte. Er wirkt als habe man ihn in den 90er Jahren gedreht; in eine Zeitkapsel gepackt und heute rausgelassen. Dabei liefert er zahlreiche Elemente die ich selber einfach immer gerne gesehen habe: die traumatisierte, gebrochene Heldin die an einem Tag wie jedem anderen in eine krasse Lage gerät und über sich selbst hinauswachsen muß. Man mag Jolie an sich die toughe Feuerwehrfrau nur bedingt abnehmen, den verletzlichen Teil kriegt sie sehr gut hin. Und mit hren Filmzögling hat sie eine wunderbare, unaufgeregte Chemie. Was mir (abseits gelegentlicher Brutalität) den Film allerdings etwas verscherzt hat ist der Einsatz vin CGI, dabei geht es nichtmal um das Großfeuer welches sicherlich aus dem Computer stammt, sondern um etliche Bilder und Hintergründe die merklich digital sind. Das hätte früher wohl etwas echter ausgesehen.

Fazit: Eigentlich vergessenswert, aber mit allen Zutaten die ein 90er Thriller so aufgebracht hätte.

Rating: ★★★☆☆