Ich war noch niemals in New York

Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg (Heike Makatsch) setzt ihre ganze Energie auf ihren Job, Dann aber hat ihre Mutter Maria (Katharina Thalbach) nach einem Unfall einen Gedächtnisverlust und will unbedingt nach New York reisen. Als sie sich auf ein Schiff schmuggelt und davonfährt muß Lisa notgedrungen auf die Suche gehen …

Manchmal kann ich Filme nicht wirklich angemessen sehen, kommentieren oder erfassen und hier ist ein Musterbeispiel dafür. Ich habe keine große Bindung an Lieder von Udo Jürgens, ich habe das zu Grunde liegende Musical nie gesehen und bin an einer Kitschfuhre die ausschaut wie eine übergroße ZDF Samstagabendshow nicht wirklich interessiert. Auf der anderen Seite zolle ich dem Film Respekt für den betriebenen Aufwand und die Größe: das ist wirklich großes Kino, im Rahmen der Möglichkeiten, laut, bunt und aufwendig und obendrein mit einem reichhaltigen deutschen Starensemble versehen. Daher ist es wohl auf seine Weise ein Fanfilm: wer die Materie, den Look und die Musik mag kann hier wohl ein ganz großes Filmerlebnis haben – man möge aber respektieren daß die bonbonbunte Gesangsnummer für andere die persönliche Hölle auf Erden darstellen mag!

Fazit: Vor Kitsch triefende Gesangsrevue mit riesigem Aufwand umgesetzt!

Jay & Silent Bob – Reboot

Kiffer Jay (Jason Mewes) und sein ständiger Begleiter Silent Bob (Kevin Smith) brechen erneut nach Hollywood auf: nachdem einst ihr Leben in Form des Comics „Bluntman & Chronic“ Verfilmt wurde soll es davon nun ein Reboot geben. Also versuchen die beiden dies zu verhindern und treffen unterwegs zahlreiche alte Wegbegleiter …

Insider – der Film. Es macht keinen Sinn diesen Film nach gängigen Kategorien zu erfassen oder einstufen zu wollen. Ich bin jemand der dem Thema „Jay und Silent Bob“ seit über 20 Jahren sehr zugetan ist, ich habe die Filme rauf und runter geschaut und war sogar auf einer New York Reise in New Jersey um den Shop zu besuchen. Wenn also wie hier Kevin Smith bemüht ist einen neuen Film der Reihe, vollgestopft mit Metahumor auf eben diese Serie zu inszenieren bin ich natürlich voll dabei .. respektiere aber wenn der Film keinen normalen Blick besteht. Für mich war es ein Wiedersehen mit vertrauten Figuren und den permanent aufmarschierenden Personen die man halt aus den Filmen kennt; stellenweise sogar recht rührend wenn man erfährt was aus ihnen geworden ist (insbesondere Ben Affleck bekommt eine sehr warmherzige Szene). Daß der Film so restlos dumm und albern und übersteigert ist stört dabei nicht: wer die Thematik und die Anspielungen nicht kennt oder zuordnen kann bleibt eh auf der Strecke, wer in der Thematik so richtig versiert ist kommt aus der Nostalgie und der guten Laune nicht raus.

Fazit: Insiderveranstaltung für eingefleischte Fans bei der alle anderen auf der Strecke bleiben!

Rating: ★★★★★

Gut gegen Nordwind

Ein Tippfehler bei einer email von Emma Rothner (Nora Tschirner) bringt sie mit Leo Leike (Alexander Fehling) in Kontakt. Der flüchtige Zufallskontakt ist der Auftakt einer innigen email Freundschaft bei der bald echte Gefühle aufkommen – allerdings sind beide in Beziehungen …

Zwei die sich lieben kommen nicht so einfach zusammen und eiern umeinander rum, das stellt wohl die Basis jeder RomCom da. Hier ist es dann eine Geschichte die wie eine Nachmache von „email für dich“ klingt, aber da sind dann doch einige Punkte anders: der Grundton ist trister, ernsthafter und mag zwar in manchen Momenten Kitsch enthalten, aber eigentlich ist das alles schon ein Drama. Es geht um zwei Menschen die sich auf digitalen Wegen ohne einander zu begegnen verlieben und einen ungemein echten Dialog darüber führen. Mich ganz persönlich hat das auf ganzer Linie erreicht, aber eben nur wegen meiner Vergangenheit in der es einige lange und sehr intensive emaildialoge gab. Darum mag das manch einer als langweilig abtun, mir gab es stellenweise Momente wieder die ich selber so erlebt habe. Obendrein spielt der Film in meiner Heimatstadt und gab mir auch das ein oder andere Wiedererkennen.

Fazit: Intensive Dialoge und tolle Darsteller – sehr lebensnaher und glaubhafter Liebestaumel!

Attraction 2 – Invasion

Zwei Jahre sind vergangen seid ein Raumschiff übre Moskau abstürzte. Um auf zulünftige Ereignisse besser vorbereitet zu sein erfoschen Wissenschaftler das innere des Schiffs. Derweil wird Julia (Irina Starshenbaum), die einst Kontakt mit den Aliens hatte untersucht da sie eigenartige Fähigkeiten entwickelt hat …

Mir ist der erste Teil damals in einer Sneak Preview präsentiert worden ohne daß ich etwas damit anfangen konnte. Es blieb eine Mischung aus Ratlosigkeit was mir da eigentlich erzählt wurde und einer Menge Respekt für die aufwendige Inszenierung und Spezialeffekte die keinen Vergleich mit entsprechenden US Produkten scheuen mußten. Ich bekam auch mit daß weitere russische Produktionen direkt auf dem Heimsektor erschienen, habe mich aber damit nicht weiter befasst. Nun folgt also ein Sequel daß zwar in die deutschen Kinos kam, aber dort nur unwesentlich auffiel. Ob das auf dem Heimsektor anders wird bezweifele ich: ich selber zumindest kam in die krude Sci-fi Story nicht wirklich rein; es geht um eine Alieninvasion und ein junges Mädchen daß übermenschliche Kräfte entwickelt hat und die einzige Hoffnung der Menschheit darstellt. Wie beim ersten Teil: die Darsteller, die Figuren und alles drumherum erreichen mich eigentlich gar nicht, ich respektiere aber erneut den Aufwand und die Darstellung.

Fazit: Epische, aber unübersichtliche Sc-Fi Mär für Fans!

Die Addams Family

Im Haus der Gruselfamilie Addams-Familie erwarten Gomez,Morticia, Wednesday und Pugsley sowie Onkel Fester für ein großes Familienfest die anderen Familienmitglieder als Gäste. Die Feier wird aber durch TV-Moderatorin Margaux Needler zum reinen Chaos …

Meine vorherigen Berührungspunkte mit der Thematik gehen gegen Null, ich habe die Serie nie geschaut und auch die zwei Filme haben mir nicht sonderlich erreicht. Daher habe ich auf diese animierte Kinderversion nicht gewartet, aber mit auch nicht gewehrt es anzuschauen und wurde positiv überrascht. Eigentlich ist das Addams Thema für mich ein durchgehender Running Gag: wir sehen eine normale Familie in der alle Alltagssituationen auf irgendeine Wesie auf morbde gedreht werden („Tritt deinen Vater vor dem Einschlafen“). So sehr sich dieser Gag schnell erschöpfen könnte, so sehr wird er durch immer neue kleine witzige Ideen am Leben gehalten. Ansonsten hat man eine routinierte Story über ein paar Leute die „anders“ sind und sich in einem neuen Umfeld einfinden müssen. Nichts neues also, aber nicht überdreht, nicht hysterisch und sympathisch präsentiert.

Fazit: Spezieller Kinderfilm der irgendwie Herz hat!

Get Lucky – Sex verändert alles

Die Sexualberaterin Ellen (Palina Rojinski) beherbergt im Sommer die Teenager Julia (Emma Katharina Suthe), Aaron (Bjarne Meisel), Emma (Lilly Terzic), David (Benny Opoku-Arthur), Hannah (Luissa Cara Hansen), Mehmet (Jascha Baum) und Mats (Moritz Jahn). Allerdings fallen die amorösen Abenteuer der Jugendlichen sehr stressreich aus …

Die Basis ist wohl im Film wie in der Realität richtig gängeig: Jugendliche denken vorrangig an Sex. Im Film hat man eine Truppe Jugendlicher die bei einer SexologinUrlaub machen und natürlich auch an nichts anderes denken; und während die Teenies am Strand rumhängen werden ausschließlich Gespräche über Praktiken, Körperteile oder sonstige Details geführt. Großer Pluspunkt dabei ist Palina Rojinski die als lebenslustige, sensible und witzige Therapeutin Warmherzigkeit und Mitgefühl ausstrahlt. Die Jugendlichen hingegen sind eine Truppe Klischeefiguren die kaum das Interesse der Zuschauer auf sich ziehen können, geschweige denn die Sympathien.Daran helfen ebenso wengi Gags und Szenen die aus „American Pie“ geklaut sein könnten. Trotzdem dürfte dieser Film für Jugendliche die im Alter der Hauptfiguren sind interssant sein – wie sehr er dabei authentisch ist vermag ich nicht zu sagen.

Fazit Die Leiden einiger Teenager uter der Gürtellinie – mitunter überraschend freizügig!

Der Fall Richard Jewell

Wachmann Richard Jewell (Paul Walter Hauser) findet bei den Olympischen Spielen im Jahre 1996 eine Bombe und rettet duch beherztes Eingreifen viele Leben. Allerdings gerät er kurz danach in den Verdacht selbst der Bombenleger gewesen zu sein …

Ein Mann wird ungewollt zum Helden, genießt kurzzeitig den Triumph bevor alles den Bach runtergeht und in einen totalen Alptraum mündet. Das alles ist ein wahrer Fall der mir nicht bekannt war, ebenso wenig wie der Ausgang der Geschichte, daher hatte ich durchweg einen spannenden Bonus da ich nicht wußte ob der Film nicht glatt mit einem Twist um die Ece kommt. Aber auch ansonsten spricht einiges für ihn: eine erlesene Besetzung die mit Kathy Bates, Jon Hamm und Sam Rockwell überragende Kaliber parat hat, eine dramatische Geschichte die ruhig, aber sehr konzentriert vorgetragen wird (Action gibt’s lediglich in Form des gezeigten Bombenattentats welches aber mit ganz billigen CGI Effekten geregelt wurde) und den Fokus gerichtet auf einen merkwürdigen Schwerpunkt. Der Punkt liegt wirklich auf der Figur Richard und wie es für ihn ist aus dem Nichts unter Verdacht zu geraten, die Ermittlungen und Umtriebe in den Medien und beim FBI werden sehr nebenher verfolgt. Es lieg aber auch an Regsisseur Eastwood der es drauf hat so eine Geschichte ansprechend aufzubereiten.

Fazit: Redseliger, aber mitreißender und bewegender Film über einen Mann der ungewollt in die Mühlen der Medien und der Justiz gerät!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=BArccYSeB0I

Berlin Berlin – Der Kinofilm

Aus Lolle (Felicitas Woll) und Sven (Jan Sosniok), ist letztlich nichts geworden, weswegen Lolle plant Hart (Matthias Klimsa) zu heiraten. Als Sven jedoch die Hochzeit unterbricht führen ungünstige Umstände dazu daß Lollel zu 40 Sozialstunden verdonnert wird …

Gut 15 Jahre nach dem Ende der Serie legt „Berlin berlin“ nun nochmal im Kino nach, obwohl die Serie eigentlich zufrieden endete und auch niemand eine Fortführung in dieser Form gewünscht hat. Für die Darsateller wars sicherlich toll nochmal so zusammen zu kommen, als Zuschauer bleibt einem dieses Spaßelement eher verborgen. Es werden ein paar enue Figuren etabliert und zu Beginn wird die Hauptfigur mit einer anderen auf eine Odysee durch die Wälder isoliert, man sieht quasi einem Road Movie zu bei dem sich zwei Frauen durch die Gegend bewegen und eine komscihe Situation nach der anderen erleben. Dabei sind zwar ein paar Lacher drin, aber wirklich dramatisch ist das alles nicht, ebensowenig lustig oder irgendwie erfolgreichd arind as gefühl der Serie nochmal aufleben zu lassen. Beim Comicshodown gerät die Nummer dann gänzlich aus dem Ruder, da hat man aber schon aufgegeben (trotz Lauflänge von 80 Minuten). Wer eine unglaubliche Liebe zur Serie hat kanns ja mal versuchen, als Komödie die man sieht (und das kann man da die Serie kaum aufgegriffen wird) ists unterdurchscnittliche Massenware.

Fazit: Kleine Komödie die eben bekannte Darsteller und Figuren aufwärmt, aber nicht dire Kurzweil der Serie erlang!
Rating: ★★☆☆☆

 

Spenser Confidential

Ex-Pozlizist Spenser (Mark Wahlberg) wird aus dem Knast entlassen und plant die Stadt Boston zu verlassen. Da bittet ihn jedoch sein väterlicher Freund Henry (Alan Arkin) ihm zu helfen den Boxer Hawk (Winston Duke) zu trainieren. Spenser nimmt obendrein die Hilfe von Hawk und seiner Ex-Freundin Cissy (Iliza Shlesinger) an um einen Mordfall aufzuklären …

Die Wiedervereinigung zweier alter Kumpel: Mark Wahlberg und Regisseur Peter Berg arbetien zum 5. Mal zusammen, diesmal direkt für Netflix. Wie auch die meisten anderen Werke der beiden ist dieser hier im weitesten Sinne in der Sparte Action einzuordnen, allerdings diesmal mit einem humorigen Unterton. Insgesamt wirkt der Film als habe man ein Skript zu einem typischen 80er Jahre Buddyfilm zur Hand gehabt: ein gerechtigkeitssuchender Ex-Polizsit mischt sich eigenmächtig in eine Mordermittlung ein, bekommen schlagkräftige Unterstützung von einem Boxer und mischt damit die zahlreichen Gegner auf. Eigentlich kann man dem Film nichts vorwerfen: der Krimiplot ist solide, aber ohne Überraschungen, die Wortduelle zwischen den Hauptfiguren fallen amüsant, aber niemals flach aus, die Actionszenen  sind solide, aber niemals over the Top. Lange im Kopf bleibt einem die Nummer nachher nicht, aber für die Zeit des Anschauens ist es kurzweilige, nette und leicht verdauliche Unterhaltung, als Streaming Titel eine absolute Empfehlung.

Fazit: Altmodische Ermittlerksite mit Zugabe von Buddy-Movie Elementen und sachte dosierter Action
Rating: ★★☆☆☆

 

Bloodshot

Der Soldat Ray Garrison (Vin Diesel) und seine Frau werden getötet – doch dank Dr. Emil Harting (Guy Pearce) wird Garrison mittels Nanotechnologie wieder belebt und mit unglaublichen Fähigkeiten ausgestattet. So will er Rache für den Mord an seiner Frau nehmen …

Vin Diesel dürfte mit der Rolle des Dominic Toretto aus den „Fast & Furiouis“ Filmen ja geradezu ausgesorgt haben, trotzdem versucht er hier ein neues Franchise an den Start zu bringen: in der Origin Story gibt er einen Soldaten der getötet wird, dann von einem Wissenschaftler reanimiert wird und fortan mit übersinnlichen Kräften seine Mörder jagt. Keine nennenswerte Story, aber solider Standard – leider setzt der Film da einige Twists dazu die zwar überraschend sind, aber ins Nichts führen und den Zuschauer wohl eher verwirren. Größtes Manko sind die total verschnittenen Actionsequenzen von denen es nicht allzu viele gibt, diese geraten aber restlos unübersichtlich und unklar. Diesel gibt eine müde, aber solide Standardshow und nennenswerte Figuren hatas ansonsten auch nicht. Von derh: eine neue Hitserie beginnt hier nicht. Als kurzweiliger Actionkracher geht er wohl klar.

Fazit: Charismaarmer und routiniert inszenierter Actionfilm mit furchtbar unübersichten Actionszenen!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=9kH21q-UDdc