Shazam!

Waisenjunge Billy Batson (Asher Angel) trifft auf einen Magier (Djimon Hounsou) der ihm eine unglaubliche Kraft verleiht: beim Ausruf des Wortes SHAZAM verwandelt sich in Shazam (Zachary Levi) der übermenschliche Kräfte hat. Nachdem er mit diesem Kräften viel Unsinn getrieben hat wird er aber gebraucht – im Kampf gegen Dr. Thaddeus Sivana (Mark Strong) …

Kann man aus dem Genre des Superhelden für uns noch irgendeinen neuen Impuls gewinnen? Natürlich nicht, allerdings kann man aus dem gemachten mit der Verwendung der richtigen Zutaten ja trotzdem ein wenig Unterhaltung gewinnen. Schließlich sind dies meist Versatzstücke die die Leute gerne sehen und im Falle von Shazam hat dies optimal geklappt. Gut, die Story überrascht jetzt nicht wirklich: es geht um einen Waisenjungen der aus dem Nichts übermenschliche Kräfte erhält allerdings damit nicht gleich beschließt die Welt zu retten sondern erst mal eine Menge Spaß damit zu haben. Das ist dann auch gleich das bemerkenswerte und beeindruckende an diesem Film: er besitzt eine kindliche Ausstrahlung, eine Leichtigkeit und einen frechen Spaßfaktor der zu einem unglaublich unbeschwerten Gefühl führt wie man es zuletzt beim ersten Spider-Man find zu sehen bekam. Dda dies auch noch mit frischen unverbrauchten Darstellern geliefert wird und einem absolut humorigen Grundton macht der Film in der Tat einen unglaublichen Heidenspaß. Der Rest ist zwar Superhelden Kino von der Stange aber damit nicht gleich langweilig: wenn von Mark Strong verkörperte finster dreinblickende Schurke eine Art Ghostbusters Armee befehligt reicht bei so einem Film für ein paar effektvolle Kämpfe aber erfindet das Genre nicht neu. Wie dieser alberne überdrehte Heldt ins restliche Superhelden Universum von DC eingegliedert werden soll ist mir allerdings nicht klar, da er als eigenständige Nummer absolut wunderbar funktioniert aber mit den düsteren DC Helden die bislang präsentiert wurden restlos inkompatibel erscheint

Fazit spaßiger comic Film mit viel Herz und Witz nur etwas über lang und vielen routinierten Punkten !

Rating: ★★★★☆

Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula

Lula Pace (Laura Dern) und Sailor Ripley (Nicolas Cage) liegeb sich von ganzem Herzen, aber ihre Mutter Marietta Fortune (Diane Ladd) möchte sie unbedingt trennen. Sailor und Lula brennen daraufhin durch und begehen einen absurden Trip bei dem sie auch auf den den dubiosen Bobby Peru (Willem Dafoe) treffen …

Ich sah den Film als Teenager einmal, allerdings bevor ich Nicolas Cage als meinen damaligen Lieblingsdarsteller entdeckte (das geschah erst mit „The Rock“). Vielleicht ist es auch die hier erfolgte Synchronisation mit der Stimme von Rolf Zacher durch die Cage damals nicht richtig cool wirkte. Dabei hat der Film doch einen ganz anderen Schwerpunkt: den Regisseur. David Lynch gilt bis heute als Meister des mysteriösen und des verstörenden Kinos und diese Einflüsse sind hier natürlich auh zugegen. Wobei der Film, verglichen mit anderen Lynch Werken, geradezu geradlinig ausfällt: ein junges Paar flieht und erlebt diverse Abenteuer auf der Flucht, einige populäre Darsteller tauchen in Nebenrollen auf und das wüste Spiel wird öfters mal durch märchenhafte Einspielungen ergänzt. Kein simples Spaßkino, kein leicht zugänglicher Film – sehr wohl ein kleiner Klassiker.

Fazit: Schräger Film mit teils verrückten Ideen!
Rating: ★★★★☆

Poltergeist

Gruselige Vorfälle häufen sich um Hause der Familie Freeling als die TOchter Carol Anne Freeling (Heather O’Rourke) durch das Fernsehen Kontakt mit einer fremdartigen Macht aufnimmt. Die einzige Hoffnung scheint das Medium Tangina (Zelda Rubinstein) zu sein …

Ein ja eigentlich namhafter Titel, mit der Beteiligung von Steven Spielberg und dem stetigen Erwähnen wenn es um Horrorklassiker geht. Ich selber habe den Film seinerzeit nie wirklich geschaut und konnte ihn nun auf Netflix nachholen – und merkte bereits in den ersten paar Minuten daß mich der wahre Horror nicht ereilen wird. Schuld war die Anfangsszene in der ein Nachbar mit dem Rad durch eine Straße fährt und die Kinder ihn mit ferngesteuerten Autos verfolgen – die Aufmachung und insbesondere die Musik gaben mir das Gefühl die Goonies zu schauen, was ja nicht schlecht ist, aber eben auch nicht gerade gruselig. Und hierbei liegen dann ja die Schwerpunkte des Films: mit einem langsam hereinschleichenden Grusel in ein normales Familienhaus der völlig unblutig erscheit und mit Effekten angereichert ist die damals spektakulär waren und heute absolut putzig wirken reißt man so nichtgs mehr. Außer eben dem Retro Charme und der berechtigten Anerkennung als Klassiker.

Fazit: Nicht unsympathische, aber kaum mehr effektive Geisterbahnfahrt!

Rating: ★★★☆☆

Wir

Gabe (Winston Duke) und seine Frau Adelaide (Lupita Nyong’o) wollen eigentlich mit ihren Kindern eine schöne Zeit in einem Strandhaus verbringen – dann aber fallen ungebetene Besucher über sie und das Haus her. Schnell erkennen sie mit Schrecken daß die Angreifer Abbilder ihrerselbst sind …

Mit dem Namen des Regisseur, Jordan Peele sind automatisch sehr hohe und fast schon unrealistische Erwarungshaltungen verbunden da viele Leute sein Werk „Get Out“ so derbe abgefeiert haben daß dieser hier von Anfang an nichts weniger sein darf als ein Meisterwerk. Aber man darf in der Tat zufrieden sein: was Jordan hier abliefert ist ein Film mit einer gewissen Einzigartigkeit. Das heißt: ich selber wüßte keinen anderen Titel, kein Referenzwerk auf den ich deuten könnte um zu sagen „ist wie „Wir“. Allerdings muß man mit ein paar Dingen klarkommen: der Film entwirft ein wunderbar schauerliches Szenario, ist aber im Umkehrschluß recht sparsam mit Erklärungen und Begründungen und diejenigen die gegeben werden sind eigentlich eher dürftig. Im Umkehrschluß funktionieren sie aber ungemein, ebenso hat der stimmige Trailer bewußt zurückgehalten mit den späteren Wendungen so daß man ihn ab einem bestimmten Part wirklich ohne Vorwissen sehen kann. Auf dem Sektor erwischt er einen auch ungemein hart, ungemein passend und als eine wirklich eigene Kinoerfahrung.

Fazit: Nicht wirklich plausibel, aber mit eigenständiger Idee und krasser Wirkung!Rating: ★★★★☆

Finish – Enspurt bis zum Sieg

Die unglaubliche Geschichte des Kanadiers Ned Hanlan (Nicolas Cage) der auf einem beschwerlichen Weg zum erfolgreichsten Ruderer der Welt im 19. Jahrhundert wird …

Nicolas Cage in gaaaanz jung … und ich finde es aus heutiger Sicht wieder faszinierend welche damalige Synchronstimme er hatte und wie viel diese zu seinem Image beiträgt, ebenso ob die Story ihm die Chance für seine typischen Austicker gibt. Im vorliegenden Fall: eher nicht. Hier spielt er die Lebens und Liebesgeschichte eines jungen Sportlers nach; auch wenn dies eine Biographie sein soll verläuft diese in jeder Hinsicht auf typischen und filmisch eingängigen Pfaden. Sportlicher Erfolg, Aufstieg und Misserfolg und eben einige menschliche Quereleien. Pech dabei daß es ein Sport ist den man filmisch nicht gut umsetzen kann – Rudern gibt optisch wenig her und man hat sich irgendwann dran sattgesehen wie Cage immer über schöne blaue Gewässer strampelt. Trotzdem kann man dem Film nicht so richtig böse sein: er ist auf sympathische Weise altmodisch und „miefig“ und meilenweit von heutigem geglättetem Hochglanz entfernt.

Fazit: Harmlose Biographie mit Nicolas Cage in bemerkenswerter körperlicher Bestform.

Iron Sky – The Coming Race

Durch die nukleare Apokalypse vor 20 Jahren ist die Erde unbewohnbar geowrden so daß sich die letzten Menschen auf dem Mond angesiedelt haben. Als dieser ebenfalls droht unbewohnbar zu werden muß die Wissenschaftlerin Obi Washington (Lara Rossi) einen Weg finden daß die Menschen unter die Oberfläche gehen können …

Lohnt es sich wirklich sich lange über einen Film auszulassen der eine Szene enthält in der ein Reptilien Adolf Hitler auf einem T-Rex durch die Gegend reitet? Ich denke nicht. Überraschend an diesem Film ist allerdings: er erzeugt mit dem Holzhammer ein Trash-Szenario nach dem anderen und nimmt sich dabei im Kern bitterernst – was ihm seine eigene Leichtigkeit kostet. Irgendwie wirkt alles erzwungen, verkrampft herbeigezogen und dabei leider kaum lustig, was wirklich schade ist da man sich bemüht hat, auch solide Effekte auf die Leinwand wuchtet und vereinzelt auch mal ein paar der Gags sitzen. Leider ändert das nichts am Grundproblem, nämlich daß dieser Film im Kern einfach furchtbar langweilig ist. Selbst die Fans des Erstlings dürften merken daß hier zu viel zu gezwungen versucht wird – und am Ende nichts richtig zufrieden stellt.

Fazit: Trashfest daß sich selbst viel zu ernst nimmt und eher langweilig daher kommt und nter uninteressanten Figuren leidet!

The Man who killed Don Quixote

Werberegisseur Toby (Adam Driver) reist nach Spanien, um dort einen Clip abzudrehen. Dabei erkennt er daß ein Film über Don Qioxote schwere Auswirkungen hat – so hält sich eim Schuhmacher (Jonathan Pryce) selbst für eine Widergeburt …

Mir war schon im Vorfeld, nach Sichtung des Trailers, relativ klar daß ich hiermit wenig würde anfangen können. Ich habs aber dennoch versucht, einfach weil dieser Titel natürlich eine gewisse Relevanz hat: die Produktionszeit liegt bei 29 Jahren und er gilt als der verfluchteste Film aller Zeiten; und auch wenn ich kein großer Gilliam Fan bin gönne ich ihm als Filmemacher die Genugtuung daß der fertige Film nun doch endlich fertig und ansehbar ist. Aber was für ein Titel das ist … joa, das kann ich nicht wirklich in Worte fassen. Es ist als habe ein Mann, eben Gilliam eine ganz persönliche Vision auf eine Leinwand verfrachtet. Das ist ehrbar und vollkommen in Ordnung, aber leider auch nicht wirklich zugänglich zum anschauen. Der Film mit seiner Mischung aus altmodisch und Modern spielt in seiner eigenen, ganz kleinen Welt und sit wohl nur ganz speziell denkenden Menschen zugänglich. Wobei ich eigentlich nirgendwo eine Review gefunden habe bei der jemand den Film wirklich und ernsthaft abfeiert.

Fazit: Schräge Phantasie deren größtes Potential ihre spannende Herstellung ist!
Rating: ★★☆☆☆

The Beach Bum

Der Poet Moondog (Matthew McConaughey) schlägt sich in Florida durcs Leben – bis seine Frau Minnie (Isla Fisher) tragisch umkommt. Leider stellt sie in hrem Testamen die Bedingung daß Moondog sein angefangenes Buch beendet. Doch er hat Probleme mit der Inspiration …

Der ganze Film baut auf ein Element: ein völlig weggetretener Matthew McConaughey torkelt durch die Gegend von Miami, hängt viel auf Booten rum und quasselt viel Mist. Das klingt nach einer launigen Kiffercomedy, aber die Ausrichtung ist schon anders. Der Film zeigt einen kleinen Mikrokosmos voller schräger Figuren, abgedrehten Gestalten und nimmt seine Hauptfigur war wie diese wohl ihr Leben wahrnimmt: abgehackt, ohne Dramaturgie, eine enzige, durchgehende Aneinanderreihung von Szenen, Momenten und überdrehten Augenblicken. Das in einen Film zu packen ist gleichermaßen dreist wie witzig und spannend und entzieht sich den konventionellen Filmmöglichkeiten. Als Experiment sicherlich guckbar, aber mit hohem Risiko der Enttäuschung.

Fazit: Handlungsfreier Nonsens auf einer merkwürdigen Grenze zwischen Spaß und Erst!

Gänsehaut 2

Die beiden Freunde Sonny (Jeremy Ray Taylor) und Sam (Caleel Harris) finden in einem leeren Haus ein Buch des Horrorautors Stines und erwecken dabei die bösartige Bauchrednerpuppe Slappy. Slappy versucht schnell weitere Monster zu erwecken während Sonny und Sam mit Sonnys Schwester Sarah (Madison Iseman) versuchen die Katastrophe zu verhindern …

Typische Quasifortsetzung: Jack Black hält für ein paar kurze Szenen mal die Nase rein, ansonsten besteht keine Verbindung zu den Ereignissend es ersten Films, es wird lediglich die böse Puppe Slappy wieder aufgefahren die aber diesmal eine andere Syncvhronstimme hat. Ansonsten gibt’s das bekannte, alte Märchen: Kinder entfesseln Geister die dann eine Halloween Nacht lang eine Kleinstadt terrorisieren während ein paar Helden versuchen das Schlimmste zu verhüten … natürlich auf Kinderniveau. Letztlich bietet der Film exakt was der Vorgänger auch hatte, nur eben alles etwas „kleiner“, die Effekte sind dabei im Durchschnitt und vereinzelte Szenen klappen ganz gut. Ich selber hab am meisten den Gag abgefeiert der auf „Es“ abziehlt – abr das ist nur ein einsamer Volltreffer inmitten vielen schlichten Lachern. Könnte alles schlimmer sein, ragt aber auch nirgendwo aus dem Mittelmaß raus.

Fazit: Passabler Film ohne nennenswerte Anteile, lediglich die Schlußpointe überrascht.

Victor Crowley

Andrew Yong (Parry Shen) hat seine Begegnung mit dem Bayou Butcher überlebt und versucht erfolglos die Geschichte zu Geld zu machen. Da ihm niemand glaubt fährt er mit einem Kamerateam in die Sümpfe um die Legende von Victor Crowley (Kane Hodder) zu beweisen – was sich blutig bewahrheitet …

Fairerweise muß ich sagen daß ich Schlitzer Horrorfilme eigentlich mag und die Figur des Victor Crowley für sich ganz passabel finde, der Serie aber trotzdem nie viel abgewinnen konnte. Ein entstellter Hüne der im Sumpf die Leute wegschlachtet kann man zehn Filme lang ziehen – hier ist es eben nur Nummer vier. Und keine dies gebraucht hat. Einige echt deftige Splattermomente sind drin, die scheinbar auch nicht digital sondern mit schöner Handwerkskunst gelöst wurden, das rechtfertigt einen Blick. Dagegen steht aber eine unglaubliche Blödheit: nicht nur daß der Schurke durch ein youtube Video belebt wird, ebenso sind die Figuren restlos übersteigerte Comic Charaktere bei denen man oftmals recht froh ist wenn der fiese Hackepeter sie aus dem Film tilgt. Das ist selbst für so eine eher „geringere“ Thematik zu bekloppt.

Fazit: Standard Schlitzerfilm mit restlos übertriebenen verblödeten Figuren!