Operation Olympus – White House Taken

Todd (Ray Liotta) arbeitet als Polizist in der Kleinstadt Suddenly, war aber früher Soldat und leidet unter seiner traumatischen Vergangenheit. Dann taucht der Agent Baron (Dominic Purcell) bei ihm auf der einen Besuch des Präsidenten vorbereitet. Todd kommen aber schnell Zweifel: er glaubt daß Baron ein Attentat auf den Präsidenten plant …

Der Film heißt im Original „Suddenly“, benannt nach der Stadt in der er spielt. Im deutschen Marketing versuchte man dann aber die Titel „Olympus has Fallen“ und „White House Down“ effektiv zu einem Marketing trächtigen Titel zu verarbeiten – man sollte aber keinen Film von solchen Ausmaßen erwarten. Statt dessen gibt es hier einen Uwe Boll Film zu sehen und wenn man sich ein wenig in seinen Werken auskennt kann man mit einem Grinsen abwarten wer denn so alles von seinen Stammdarstellern früher oder später ins Bild marschiert kommt. Darüber hinaus verweist der Film zwar auf große Actionfilme, ist selber aber kein solcher: es geht um ein Attentat auf den Präsidenten, aber damit verbunden ein fast Kammerspielartiges Setting in dem zur Vorbereitung ein Haus übernommen wird – und dort versuchen die eingeschlossenen Personen irgendwie durchzuhalten, gleichzeitig wird ein ausgemusterter Soldat zum Helden. Solider Grund, aber nicht nennenswert ereignisreich – von der Machart hingegen gibt’s nichts zu klagen.

Fazit: Kleiner Thriller mit Boll-typischer Besetzung!

Siegburg

Kleinverbrecher Mitch Palmer (Shaun Sipos) wird wegen eines kleinen Verbrechens verurteilt und landet in einer Zelle mit Peter Thompson (Sam Levinson), Jack Ulrich (Steffen Mennekes) und Harry Katish (Edward Furlong). Die drei ersinnen einen Bösartigen Plan: sie wollen Mitch zu tode foltern und es wie einen Unfall aussehen lassen …

Mit einem Wort: häßlich. Ist ist wirklich einer der häßlichsten Filme die ich jemals gesehen habe. Das soll aber nicht gleich die Qualität runterreden, aber die Austrahlung: vier kaputte Typen hängen in einer Gefängniszelle rum, die ruhige Situation spannt sich an und fährt zu einem fatalen Ausgang – der ist aber relativ schnell bekannt da die Beteiligten im Gegenschnitt zu sehen sind wie sie über die Ereignisse reden und wie es dazu kam. Über die Fähigkeiten von Uwe Boll als Regisseur wurde schon sehr viel gesagt, geschrieben und geredet – mir selber ist das relativ gleich da ich mit dem Mann persönlich zu tun hatte und ihn menschlich sehr mochte und darüber hinaus bewerte ich jeden Film für sich. Bei diesem handelt es sich sicherlich nicht um seinen Besten, aber sehr wohl um einen der so arrangiert ist dass er einen nicht kalt lässt. Insbesondere Edward Furlong als bösartiger Psychopath jagt einem einen Schauer über den Rücken.

Fazit: Minimalistisches Kammerspiel, häßlich anzusehen und erschreckend kaltblütig!

Auschwitz

Uwe Boll geht in deutsche Schulen und fragt Schüler nach ihrem Wissen und ihrem Eindruck der Vorgänge im Konzentrationslager Auschwitz. Parallel werden Szenen gezeigt die die Zustände dort dokumentieren: vor allem daß Gefangene meist am ersten Tag ermordet werden …

Das wichtigste ist wohl die gute Absicht: Uwe Boll wollte das ganze Auschwitz Thema auf den kleinsten Nenner runter rechnen, zeigen was dort geschehen ist. Zeigen, daß dort eine Maschine lief, Menschen dort angeliefert wurden, ermordet wurden, daß es dort keine Helden, keine guten Sachen gab, nichts was das filmische Bild davon gerne zeigt. Verstärkend dagegen gehalten sind Interviews mit Schülern die von der ganen Thematik rein garnichts zu wissen scheinen – man muß sich nur fragen ob wirklich alle Schüler so dumm waren wie gezeigt oder ob das an der Stelle nur effektiv zusammengeschnitten wurde. Ebenso bestehen die grausamen Auschwitz Szenen wohl nicht eine exakte Prüfung durch Historiker – ich selber hörte mal einen der den Film aufgrund zahlloser inhaltlicher Fehler restlos zeriss. Kann mich aber trotzdem nicht von der Wirkung freisprechen – die gezeigten Szenen hätte man vielleicht handwerklich sauberer angehen können, schöner wären sie dadurch nicht geworden.

Fazit: Wohl kein sehr guter Film, aber mit einer sehr guten Absicht dahinter.

Rating: ★★★☆☆

Schneesturm im Paradies

Der grundehrliche Bill Firpo (Nicolas Cage) wird von seinen kriminellen Brüdern Alvin (Dana Carvey) und Dave (Jon Lovitz) verleitet eine Bank in der kleinen Stadt Paradise auszurauben. Durch unglückliche Umstände verbringen die Drei allerdings noch einige Zeit im Ort und leiden durch die Freundlichkeit der Leute durchgehend unter schlechtem Gewissen …

Ein Altwerk von Nicolas Cage daß man wohl auch heute nur schwerlich zum Hit oder Highlight erklären kann, aber zu einem sympathischen kleinen Frühwerk bevor der Mann auf den Olymp Hollywood kam und danach in die Bedeutungslosigkeit abrutschte. Wenn man der Typ für solche 90er Jahre Komödien ist kann man hiermit aber echt viel Spaß haben: trotz der kalten Umgegung in der es spielt ist dies ein ungemein warmherziger Film, eine liebliche Story von ein paar chaotischen Gangstern die Sympathie für die Leute entwickeln die sie gerade ausgeraubt haben. Mit Jon Lovitz und Dana Carvey kommen ebenso zwei typische Comedy-Gesichter aus dieser Zeit dazu und ergänzen sich zu einem keimfreien, aber liebenswerten Weihnachtsfilm mit Kleinstadtflair. In der richtigen Jahreszeit sicherlich kein verkehrter Titel.

Fazit: Liebe Story, grundlegend harmlos und nett und mit einem großartigen Nicolas Cage!

Sharknado 5 – GLobal Swarming

Die tödlichen Hai-Stürme haben Nordamerika fast vollständig zerstört und es bahnt sich ein noch schlimmeres Ereignis an: ein globaler Sharknado. Daher müssenFin (Ian Ziering) und April (Tara Reid) einen Weg finden die Welt zu retten …

Man stelle sich vor jemand erzählt mir einen Witz – ich lache vielleicht, oder finde ihn witzig oder eben garnicht. Wird es besser wenn ich diesen Gag wieder und wieder erzählt bekomme? Eben nicht. Aber das ist das Problem an der Sharknado Reihe: ein Ggrundprinzip welches im Kern ok ist wird wieder und wieder durchgespult, immer mit ein paar noch dämlichen Cameos, Zusatzideen oder Filmparodien. Mir ist dabei trotzdem schon seit längerem nicht mehr zum lachen zumute: der Umstand das Haie überall herkommen, daß die Effekte aussehen als hätte sie der Praktikant gemacht oder daß Ian Ziering über allem thront und den Obermacho spielt – ich habs satt.

Fazit: Wer die Serie mochte findet sicher auch Spaß an dieser Folge, allerdings gibt es nichts neues sondern nur alte Gags in abgeschmackter Form!

To all the Boys I’ve loved before

Die schüchterne Lara Jean Covey (Lana Condor) hat Jungs stets aus der Distanz angeschmachtet und ihre Gefühle in in Liebesbriefen ausgedrückt die sie aber für sich behielt. Nun geraten diese Briefe durch einen Zufall in Umlauf – und lösen ein Chaos aus …

Der Netflix Film der Woche welcher sich diesmal auf den Sektor High School Komödie vorwagt. Und es gibt Ggutes zu berichten: dies ist kein Film der plump, albern und rabiat unter der Gürtellinie passiert und obendrein einer der im Kern einen interessanten Ansatz hat, nämlich daß eine junge Frau sich der Wahrheit stellen muss als ein paar geheime Briefe an die jeweiligen Leute gehen für die sie gedacht waren. Aber der Film lädt sich noch einen Storybrocken drauf damit daß die junge Frau auch noch einen Freund seit Kindertagen hat mit dem sie am liebsten zusammen wäre und ach … es ist egal. Die asiatische Heldin bei der ich eh den Eindruck ahbe sie ist nur eine Marktentscheidung gibt keine klare Figur ab, ist ein verhuschtes romantisches Häschen ohne jedes Profil und der Film tänzelt zwischen Schmachtfetzen und einem überbauten Beziehungsgeflecht. Nichts ist falsch und schlimm daran, aber alles so seicht, blecih und unnötig. Deswegen. Asbolute Streaming Massenware zum vergessen.

Fazit: interessanter Handlungsansatz, praktisch aber derbe langweilig!

Rating: ★☆☆☆☆

Lucky

Der alte Lucky (Harry Dean Stanton) lebt allein in einem entlegenen Wüstenkaff und macht sich das Leben durch eingeübte Routinen erträglich. Nach einem Schwächeanfall beginnt er jedoch sich mit der Sterblichkeit auseinander zu setzen …

Es wäre übertrieben wenn ich sage daß ich ein großer Fan von Harry Dean Stanton war, ich mochte den Mann aber durchaus und fand es immer nett wenn er mal irgendwo in einer Nebenrolle auftauchte, egal in welchem Alter und zu welcher Zeit. Nun ist der Mann leider verstorben und dies ist sein letzter Film den er wohl selber garnicht mehr sehen konnte – und es ist eine tragische Ironie daß es ein Film über einen alten Mann ist der sich mit seiner eigenen Sterblichkeit befasst. Daraus entspringt ein leiser, kleiner Film der jede Menge kleine und sympathische Dialogszenen enthält, bei denenb man leisen Humor zwischen den Zeilen finden kann, es reicht mir mitunter aber auch einfach nur Szenen zu sehen in denen Stanton durch die Wüste läuft, mit entsprechender Musik. Und wenn er einmal die vierte Wand durchbricht und dem Zuschauer zuzwinkert ist das wirklich ein tragischer, richtiger Abschiedsmoment.

Fazit: Trauriger kleiner Film, leise uund ruhig, ebens aber mit entsprechendem Humor

Christopher Robin

Christopher Robin (Ewan McGregor) ist erwachsen geworden, rackert sich in einem schlecht bezahlten Job sb und versucht seine Frau Emily (Hayley Atwell) und Tochter Madeline (Bronte Carmichael) durchzubringen. Als er seine Familie wegen des Jobs nicht auf eine Reise begleiten kann erscheinen jedoch Winnie Puuh und seine anderen Freunde und geben ihm neuen Lebensmut …

In der gesamten Winnie Puh Thematik bin ich vollkommen fachfremd, d.h.. ich kenne natürlich den Bären und seine Freunde Tigger, Ferkel ect., habe aber niemals eine Serie, einen Film oder sonst etwas aus der Reihe geschaut, daher kann ich nicht sdagen wie sehr der Film die Vorlage überträgt. Für sich selbst genommen ist der Film im Ansatz eine Variante von Hook: Christopher Robin spielte als Kind in einem sagenumwobenen Wald, verläßt diesen, wird erwachsen und als er als Erwachsender in berufliche Probleme gerät kommen die alten Phantasiefiguren zu ihm zurück. Das Ergebnis ist ein Film der auf zwei Hochzeiten tanzt: zum einen werden Kinder angesprochen mit den zum knuddeln süßen Figuren die wundervoll animiert werden, das sogar ohne Uncanney Valley Effekt, auf der anderen Seite ist der Film nicht quietschbunt sondern spielt größtenteils in tristem Umfeld und an düsteren Orten und hat im Schwerpunkt das Thema Prioritäten. Beide Parteien, Erwachsene wie auch Kinder können was mitnehmen, aber ob Kinder die Parts eines Erwachsenen so toll finden wage ich zu bezweifeln. Trotzdem: dank der herzigen Figuren und dem großartigen Ewan McGregor sowie einigen sehr emotionalen Momenten geht die Kiste unterm Strich sehr gut auf!

Fazit: Einerseits kindgerecht, andererseits ein handfestes Drama – merkwürdiger Mix mit sehr viel Herz, aber dünner Story!

The Equalizer 2

Der ehemalige Agent Robert McCall (Denzel Washington) rettete eine junge Prostituierte und gerät erneut in die Schußlinie als seine Freundin Susan Plummer (Melissa Leo) getötet wird. Mit einem Ex-Kollegen Hilfe eines Kollegen (Pedro Pascal) begibt er sich auf die Suche nach den Tätern und kommt einer größeren Sache auf die Spur …

Runde zwei für den schlagkräftigen Ex-Agenten, McCall, wieder gespielt von Denzel Washington und wieder unter der Regie von Antoine Fuqua. Da ich allerdings den ersten Film nicht leiden konnte ging ich hier mit absolut geringen Erwartungen ran und wurde auch in einem Punkt geradezu bestätigt: der Plotarmut. Im Ernst: der Film besteht über große Strecken aus einer Aneinanderreihung von Szenen in denen eben der wehrfähige McCAll Leuten hilft und Gegner eliminiert – und das wars schon. Nebenher laufen dann noch zwei Miniplots, zum einen die Ermordung einer Freundin und das Auflösen dieses Vorfalls was zu einer absoluten Krimi Blaupause wird, zum anderen noch die Story von der Freundschaft McCalls mit einem Nachbarsjungen. Obwohl es handlungstechnisch eigentlich nirgendwo hinführt ist man hinterher mit dem Film sehr zufrieden: die Kampfszenen sind hurtig, brutal und trotzdem ruhig gehalten, Washington spielt den Helden diskret und unaufdringlich und der Showdown in einem Sturm ist zwar nicht originell, aber so effektiv gehändelt daß es höchstes Spannungskino gewährleistet. Wie eben auch der ganze Film: wenig Story, aber effektiv im Rest.

Fazit: Plotarmes Sequel daß aber von Hauptfigur und Inszenierung leben kann!

Rating: ★★★★☆

Vengeance – Pfad der Vergeltung

Am Abend des 4. Juli wir die junge Mutter Teena (Anna Hutchison) von einer Gruppe Männern brutal vergewaltigen – vor den Augen ihrer Tochter Bethie. Trotzdem kommen die Täter ungeschorben davon – allerdings beschließt ein Polizist mit Gewalt für Gerechtigkeit zu sorgen …

Der „Pfad der Vergeltung“ ist ein filmisch ausgelatschter Weg den Leute aber scheinbar immer wieder gerne sehen. In diesem Falle sit es mal wieder ein anständiger Polizsit der die Ungerechtigkeit die eine junge Mutter trift nicht verwindet und dann eigenmächtig zur Wumme greift und Selbstjustiz ausführt. Aufgrund des wohl kleinen Budgets verlagert sich der Konflikt niemals auf große Actionmomente sondern auf einen soliden Standardthriller in dem viel geredet wird, öfters mal geprügelt und einige Male geschossen wird. Nicolas Cage hat hier wieder eine Rolle des puren Durchschnitts die auch jeder andere hätte spielen können, aber im Umkehrschluß macht er nichts entschieden falsch, ebenso macht Don Johnson in einer Nebenrolle als schmieriger Anwalt einen soliden Job Wie eben der ganze Film den Prototyp eines Streamingtitels dargestellt: einfach anklicken, anderthalb Stunden totschlagen, hinterher von der Liste und der geistigen Festplatte löschen.

Fazit: In jeder Hinsicht solider Standard ohne markante Punkte, aber ebensowenig langweilig!