The Wife – Die Frau des Nobelpreisträgers

Joe Castleman (Jonathan Pryce) feiert mit Frau Joan (Glenn Close) die baldige Überreichung seines Nobelpreises und wird auf der Reise nach Stockholm von ohn David (Max Irons) und dem Autor Nathaniel Bone (Christian Slater) begleitet. Schon bald zerstören Aussagen von Joe jedoch das Idyll …

Bei diesem Film war mir das Vergnügen bereits in den ersten paar Minuten genommen: ab der ersten Szene empfand ich einen bodenlosen Hass auf die Figur von Jonathan Pryce. Den kann ich nicht gezielt festmachen, aber irgendwie wirkte er auf mich wie ein unfassbarer Kotzbrocken Wenn dann die Handlung noch entsprechend enthüllt daß er sich lebenslang mit den Werken seiner Frau geschmückt hat hatte ich wirklich den Drang den Monitor einzuschlagen. Somit war es fast eine Genugtuung wenn im laufe des Films dieses Geheimnis mehr und mehr an die Oberfläche kommt. Das geschieht im Rahmen eines redseligen Dramas welches für Glenn Close eine optimale Bühne bietet. Ansonsten fand ich es schön Christian Slater in einer Nebenrolle zu sehen und hielt fest: ein kleiner, harmloser aber nicht unangenehmer Film der für ein etnsprechendes Zielpublikum sicherlich sehr gut funktioniert.

Fazit: Kleines und sehr dialoglastiges Drama bei dem die männliche Hauptfigur unglaublichen Groll auslösen kann!
Rating: ★★★☆☆

Red Rock West

Michael Williams (Nicolas Cage) ist zwar grundehrlich, aber arbeitslos und am Ende. So landet er im kleinen Kaff Red Rock wo ihn Kneipenbesitzer Wayne (J. T. Walsh) fälschlicherweise für einen bestellten Profikiller hält der seine Frau Suzanne (Lara Flynn Boyle) töten soll. Michael nimmt das Geld und will die Stadt verlassen . trifft dann aber auf den wahren Killer (Dennis Hopper) …

Ich gucke ja mit einer gewissen Begeisterung alte Nicolas Cage Filme die mir nichts mehr sagen oder noch nie untergekommen ist. Dabei ist sehr oft daß Problem daß der Mann in jungen Jahren einfach keine feste Synchronstimme hatte und dadurch jedesmal völlig anders wirkt, so ist auch die hier gegebene sanfte Stimme kaum passend. Ansonsten aber stimmt hier nahezu alles: Cage spielt einen ehrlichen, guten Kerl der unschuldig in eine große Misere gerät und bei dem sich schrittweise die Katastrophe verschlimmrt. Die Coolness eines Tarantinos erreicht der Film zwar nicht, aber er entwickelt ein großartiges Thrillerszenario das sich mehr und mehr zuspitzt. Action gibt’s dabei kaum, das wird durch den lässigen Cage und die coole Umgebung total aufgefangen. Und mit den leider verstorbenen JT Walsh und Dennis Hopper in Nebenrollen mit wunderbaren Schurkendarstellern.

Fazit: Großartig-altmodischer Thriller!

rating: 4]

Verachtung

Die Ermittler Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas) und Hafez el-Assad (Fares Fares) bearbeiten einen Fall in dem drei mumifizierte Leichen an einem gedeckten Tisch sitzen mit einem freien vierten Platz …

Der Film fußt auf einer Romanreihe von Jussi Adler-Olsen und diese bringt bald ihr achtes Buch heraus. Im Kino gabs bereits drei Romane zu sehen („Erbarmen“, „Schändung“ und „Erlösung“) und nun hat man eine nahtlose vierte Folge die im Grunde auf sicherem Terrain unterwegs ist: es werden ein paar sehr bizarr zugerichtete Leichen gefunden und die altbekannten Ermittler gehen der Sache nach. Ebenso baut der Film eine zweite Erzählebene ein in der es in die Vergangenheit geht und die tragische Geschichte eines jungen Mädchens berichtet wird deren Erlebnisse auf die Gegenwart Einfluß nehmen. Dabei ist der Film bemerkenswert unspektakulär: wir haben bekannte und sympathische Figuren die sich untereinander kabbeln, daneben aber total sachlich ermitteln und schrittweise einer grausamen Wahrheit auf die Spur kommen. Dabei ist es imposant zu was sich der Hintergrund aufbaut und wie klein dies alles beginnt. Action gibt’s zwar nahezu keine, wenn man aber die billige Umsetzung einer fetten Actionszene sieht ist man froh nicht noch mehr davon drin zu haben. Hochspannung erzeugt der Film auf ganz andere Weise – auch wenn man ein paar etwas überkonstruierte Momente dabei hat. Trotzdem: wer die bisherigen Filme kennt wird auch sicherlich an diesem viel Spaß haben; wer diesen als einzelnen Titel anschaut kann sich einfach an einem durchweg guten Thriller begeistern.

Fazit: Spannende Thrillerstory mit sympathischen Helden!

Mortal Enginges – Krieg der Städte

Vor Tausenden von Jahren wurde die Erde verwüstet. In dieser Welt sind Städte mobil geworden und fahren als riesige Fahrzeuge durch die Landschaft. Dabei trifft Tom Natsworthy (Robert Sheehan) auf Hester Shaw (Hera Hilmar) die bemüht ist den bösartigen Thaddeus Valentine (Hugo Weaving) zur Strecke zu bringen …

Echt ne geile Idee … aber kein guter Film. Die Idee einer utopischen Welt in der Städte mobil sind und sich dort quasi bekriegen mag auf dem Papier echt toll sein, dazu fußt es auf einer Romanserie vond er es schon mehrere Teile gibt so daß das Franchise quasi schon komplett planbar ist. Leider fällt das Resultat so dürftig aus daß es keine weiteren Teile der Reihe geben dürfte, auch wenn der Name Peter Jackson zu Werbezwecken draufgestanden hat. Nach dem etablieren der Filmwelt beschränkt sich der Film darauf eine austauschbare Star Wars Handlung durchzuziehen in der man wesentliche Dinge wie an eienr Strichliste abhaken kann, größtes Manko sind aber die Figuren: Hugo Weaving schaltet als eindimensionaler Schurke auf Autopilot, daneben agieren allerdings kreidebleiche Darsteller in uninteressanten Rollen. Trotz der epischen Aufmachung ist es hier nicht schade wenn keine weiteren Teile folgen.

Fazit: Groß aufgemacht, aber inhaltlich nur sehr dürftiges Endzeitszenario.

Rating: ★★☆☆☆

Mary Poppins Rückkehr

Michael (Ben Whishaw) und Jane (Emily Mortimer) sind mittlerweile erwachsen geworden und von ihrem Leben überfordert. Da kehrt das geheimnisvolleKindermädchen Mary Poppins (Emily Blunt) zurück und bringt wieder Magie in ihr Leben …

Ich bin kein Purist was diese Thematik angeht, da ich den ersten „Mary Poppins“ Film nur einmal gesehen habe und dies auch noch wenige Monate zuvor, es ist also kein ewiger Klassiekr den ich mein Leben lang mit mir trage. Trotzdem hat mir der Film soweit gefallen weil er wundervoll altmodisch war und ich fragte mich wohin es führen soll dies in einer modernisierten Fassung zu schauen. Doch für diese Sorge gabs eine unfassbar einfache Lösung: der neue Film ist natürlich mit modernen Effekten ausgestattet, verströmt aber durch den Look und insbesondere die musikalische Untermalung das Gefühl als sei er in den sechziger Jahren entstanden. Inhaltlich gibt es keine Überraschungen, aber dazu ist die Thematik ja auch nicht da. Wenn z.B. die Kinder ein Bad nehmen sollen artet das in eine schräge Musicalnummer aus – am Ende ist aber nichts anderes passiert als das die Kinder gebadet haben. Ebenso verläuft die brave Story relativ ereignisfrei und Disneytypisch afu ein Happy End zu. Aber das ist doch was die Leute sehen wollen und ich bin mir sicher: wer den alten Film liebt wird auch diesen zumindest zufrieden wahrnehmen, für jeden anderen ist es ein klassisches Musical für das man eben der Typ ist oder nicht.

Fazit: Brilliant auf alt gemachtes Sequel mit stellenweise langen Gesangseinlagen!

Pokemon – Meisterdetektiv Pikachu

Tim (Justice Smith), sucht seinen spurlos verschwunden Vater Harry und erhält unerwartete Hilfe in Gestalt des Pokémon-Partners Detective Pikachu. In der Metropole Ryme City kommen sie einer Bedrohung auf die Spur …

Da ich lediglich mal ein paar Tage lang Pokemon Go auf meinem Handy gespielt habe kann ich keine Referenzen ziehen, wie gut da die Videospielvorlage umgesetzt wurde, was an Anspielungen drin ist und wie sehr Spieler hier vertraute Elemente wiederfindet. Ich kann nur den Film für sich schauen und als solchen einfach ok finden: er liefert eine nett konzipierte Welt mit Menschen und merkwürdigen Gestalten (eben den Pokemons) und bringt diese Umgebung solide auf die Leinwand, darin wird dann ein völlig austauschbarer, aber ebenso kurzweiliger Krimiplot erzählt der absolut ausreicht. Das Hauptaugenmerk liegt wohl auf der Pikachu Figur die nach Vorlage von Ryan Reynolds animiert und auch gesprochen wurde – das wirkt in der Tat wie ein Deadpool in light, geht aber nicht so derbe ans eingemachte und fllt (wie eben der ganze Film) harmlos und nett aus, aber ebenso wenig spektakulär. Aber eben diese Bescheidenheit hier nicht in allen Belangen episch zu sein macht ihn hochgradig sympathisch.

Fazit: Absoluter Fanfilm bei dem man als Nichtkenner zwar die Insider verpaßt, aber trotzdem Spaß haben kann
Rating: ★★★☆☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=k2sRKytb9Ps

Edie – Für Träume ist es nie zu spät

Edie (Sheila Hancock), ist eine verbitterte Frau die stets ihre Bedürfnisse hinten angestellt hat. Nach dem Tod ihres Mannes, Streitigkeiten mit Tochter Nancy (Wendy Morgan) und der baldigen Aussicht auf Alterheim beschließt sie sich einen Traum zu erfüllen und eine vor langem geplante Reise ins schottische Hochland umzusetzen …

100 Minuten Film über eine alte Frau die plant einen Berg im schottischen Hochland zu besteigen … ist das der Alternativfilm für diejenigen die das übermächtige Superheldenkino satt haben? Könnte sein. Dabei arbeitet aber der kleine, sensible Film mit Elementen die man immer gerne sieht: eine alte Frau rafft sich auf, also wird das „es ist nie zu spät für deine Träume“ Thema ebenso bedient wie „Du kannst alles schaffen wenn du daran glaubst“. Dazu kommt eine Begegnung von alt und jung, in dem Falle die aufkeimende Freundschaft zwischen der rüstigen alten Dame und einem jungen Mann aus dem Dorf und wird ergänzt durch eine Vielzahl an aufwendigen Landschaftsaufnahmen die etwas zu oft mittels Drohne eingefangen und mit hämmernder Musik unterlegt werden. Trotzdem besitzt der Film Herz und Seele und trotz vielen vorhersehbaren Momenten stimmt die Richtung in die er geht zu jedem Moment, womit der Titel zu einem kleinen Geheimtipp wird, trotz dem stetigen Einsatz von Klischees.

Fazit: Kleiner Film mit zu wuchtigem Soundtrack, aber dem Herz am rechten Fleck.Rating: ★★★★☆

Fahrenheit 11/9

Regisseur Michael Moore dokumentiert Amerika unter US-Präsident Donald Trump ab und zeigt die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in Trumps Ära …

Ich bin bei Michael Moore oftmals etwas zwiegespalten: ich mag ihn als Menschen nicht sonderlich und glaube auch das er durchaus ein paar unangenehme Macken und Eigenheiten hat. Trotzdem sind seine Filme stets sagenhaft kombiniert und zusammengebaut; ich kenne keinen anderen (außer vielleicht Morgan Spurlock) der eben dokumentarische Inhalte so witzig und unterhaltsam aufarbeiten kann, insbesondere wenn die Thematik so furchtbar ist. Allerdings vermittelt der Film auf harmlose Weise einen falschen Schwerpunkt, es geht nicht zwei Stunden ausschließlich um Trump sondern mehr um das Amerika unter ihm und Dinge bei denen Bürger versucht haben etwas zu bewirken. Da springt bei ein paar erreichten Erfolgen durchaus auch Hoffnung raus, über sehr viel gezeigtes kann man aber nur ratlos den Kopf schütteln. Und durchaus berechtigt Angst haben.

Fazit: Michael Moore in Bestform – witziges Aufarbeiten schockierender Details.

Anna und die Apokalypse

Anna (Ella Hunt) möchte schnell die Schule abschließen und aus ihrer Heimatstadt Little Haven wegziehen, wobei sie nicht bemerkt daß ihr bester Freund John (Malcolm Cumming) in sie verliebt ist und dies nicht aussprechen kann. Dann wird ihre Schule von einer Zombie Apokalypse heimgesucht …

Ich schaue nur sehr selten Musicals, bin aber dann oftmals überrascht wie amüsant ich sie mitunter finde. Das ist im gegebenen Falle auch nicht schwer: hier wird eine Schule von Zombies attackiert, ein paar sympathische Figuren kämpfen dagegen und all dieses erscheint in Muscialform. Auch wenn dabei mitunter blutig gemeuchelt und getötet wird überwiegt der Comedyfaktor, etwa wenn die Ahuptfigur ein fröhliches Lied trällert und um sie herum gar nicht mitbekommt daß die Zombies um sie herum angreifen. Ernst nehmen kann man das alles zwar nicht, da es aber unverkrampft und fröhlich daherkommt und seine „britische“ Herkunft in jeder Einstellung ausstrahlt ist dies ein kleiner, unscheinbarer, aber extrem witziger und spaßiger kleiner Titel. Das Weihnachtsflair in dem es spielt mag nicht in jeder Jahreszeit passen, aber das stört den Film nicht.

Fazit: Metzeln und singen – ungemein fröhliche und funktionierende Komödie!

Fighting with my Family

Ex Ganove Ricky Knight (Nick Frost) versucht Ehefrau Julia (Lena Headey) und die Kinder Zak (Jack Lowden) und Paige (Florence Pugh) als Wrestler durchzubringen. So eröffnet er auch seiner Tochter die Welt des Wrestlings in der sie verscuht ihren Platz zu finden …

Ich habe von diesem Film zum ersten mal erfahren als mir auf youtube der Trailer vorgeschlagen wurde – das Thumbnail zeigte einen breit grinsenden Dwayne Johnson und mir war in dem Moment klar was dies für ein Titel ist. Dabei hätte ich kaum mehr daneben liegen können: dies ist im Grunde eine Biographie mit einer ganzen Reihe an Nebenschauplätzen. Es geht um ein junges Mädchen daß sich ihren Traum verwirklicht und sich durch die amerikanische Wrestlingliga für Frauen kämpft. Der Film mischt dabei mehrere Genres und Themen: es ist ein wenig Drama wenn es um den Bruder geht der seine Chance nicht bekommen hat und dadurch abstürzt, es ist Comedy pur jedesmal wenn Nick Frost als Familienoberhaupt die Szenerie betritt und liefert im Kern eine enrgievolle Story über ein junges Mädchen die sich durchkämpft. Das alles wird von einem sehr warmherzigen Grundton und ganz iel Herz zusammengehalten und ergibt eine unglaublich stimmige Mischung. Kein großer Kinogit, aber kleines, feins und manchmal kauziges britisches Kino daß manchmal an „Ganz oder garnicht“ oder Billy Elliot“ erinnert.

Fazit: Warmherzige Geschichte die ausgewogen mehrere Genres bedient!
Rating: ★★★★☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=HHPTCKgpF-0