Taxi Driver

Travis Bickle (Robert De Niro) kämpfte einst in Vietnam und lebt nun in New York wo er sich sein Geld als Taxifahrer verdient. Dabei wird er immer mit den menschlichen Abgründen der Stadt konfrontiert und gelangt zum dem Schluß daß er selber mit Selbstjustiz die Stadt säubern muß. Insbesondere will er eine junge Prostituierte (Jodie Foster) ihrem Zuhälter entreißen …

Ein Film der wohl zurecht als ultimativer Klassiker angesehen werden darf wobei ich diesen Stellenwert insbesondere durch die Darsteller gewährleistet sehe. Die 13 jährige Jodie Foster und ein sehr junger Robert DeNiro dominieren deises Drama daß auch eine Bestandsaufnahme von new York zu dieser Zeit ist und es zeigt als eine verkommene, finstere Gegend ind er es unverzichtbar wird daß jemand effektiv aufräumt. DeNiro spielt diesen jenigen der schrittweise immer mehr den Boden unter den Füßen verliert und dann zur Waffe greift. Wer ihn allerdings heute zum ersten Mal sieht dürfte doch etwas irritert sein: nicht weil er irgendwie schlecht wäre, aber weil er glaube ich aus heutigem Blickwinkel nicht mehr so rabiat und hart erscheint, zumindest bei der Darstellung der Gewaltszenen. Trotzdem: kennen sollte man ihn schon und das nicht nur wegen der berühmten Spiegelszene.

Fazit: Zu Recht ein Klassiker mit DeNiro in einer seiner stärksten Rollen!

Solo – A Star Wars Story

Die Jugendjahre des Schmugglers Han Solo (Alden Ehrenreich) der von der Flugakademie geworfen wird und dann vom Gangster Tobias Beckett (Woody Harrelson) auf eine Mission geschickt wird, Begleitet von Chewbacca (Joonas Suotamo), von Qi’Ra (Emilia Clarke) und Lando Calrissian (Donald Glover) …

Und das große Auspressen geht weiter: nachdem Disney die Rechte an Star Wars erworben hat hauen sie nun eben eine neue Trilogie raus, aber ergänzen es ebenso durch Bonusfilme die sich um Figuren oder Nebenplots ranken. Nun kriegt auch der Weltraumschmuggler Han Solo ein eigenständiges Werk welches man aber eigentlich nur mit purer Gleichgültigkeit sehen kann: die Figur Han Solo ist untrennbar mit Harrison Ford verbunden, Alden Ehrenreich gibt hier einen netten Helden der optisch an den alten Ford Look angelehnt ist, aber sich niemals so „anfühlt“. Ansonsten gibt es das was zu erwarten war: der Film spielt eben in der Star Wars Welt, hat ein paar nette Kulissen die an die alten Sachen erinnern, permanente kleine Referenzen und Anspielungen und eine passable Mannschaft aus Nebenfiguren. Die Story ist ein simpler Heist Movie in der jeder jeden betrügt – eigentlich ok, im Zusammenhang mit der eigentlichen Star Wars Haupthandlung aber restlos unnütz. Lediglich die Passage in der die Helden mit dem rasenden Falken gegen ein paar Tie Fighter kämpfen zu den Klängen der alten Star Wars Melodie lässt kurzweilig das Gefühl der alten Teile aufkommen. Richtig klagen kann man hier eigentlich nicht, wirklich langweilen tut man sich auch nicht . Aber es macht doch sehr klar daß hier gelackte und kalkulierte Werke entstehen die nur dem Kommerz dienen und nicht dem Umstand folgen daß es noch was zu erzählen gibt.

Fazit: Zu lang geratener Weltraumwestern mit einer gewissen Kurzweil und viel Fanservice!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=pZgsuFUmYY0

Tully

Marlo (Charlize Theron) ist von ihren mütterlichen Aufgaben restlos geschlaucht: mit Tochter Sarah (Lia Frankland) läuft alles gut während Sohn Jonah (Asher Miles Fallica) scheinbar ein Autist ist und sie als drittes Kind ein Baby versorgt. Als sie nicht mehr kann engagiert sie eine „Night Nanny“ namens Tully (Mackenzie Davis) die ihr ermöglichen soll wieder zu Kräften zu kommen …

Der Film hat im Grunde keine nennenswerte Handlung und ergeht sich eher im Zeigen einer Situation: hier ist es das Muttersein im Jahre 2018. Und nimmt dafür Charlize Theron, eine Frau die auch auf Kommando eine Kommode spielen könnte. Das unter der sensiblen Regie von „Juno“ Macher Jason Reitman reicht doch im Grunde schon: es wir deinfach nur gezeigt wie sich eine ausgelaugte und gestresste Mutter durch ihren Alltag kämpft und dann in Form einer Nachtnanny unterstützende Hilfe erhält – und so wie Charlize Theron im Film erlöst wird spürt man auch als Zuschauer eine gewisse Erleichterung. Spektakulär ist dabei zwar nichts, dafür aber durchgehend sehr glaubwürdig, sensibel und spricht dabei bestimmt vielen Frauen aus der Seele. Den merkwürdigen dritten Akt hätte ich so zwar nicht gebraucht, aber das ruiniert den Film nicht.

Fazit: Zarter kleiner Film, zwar plotarm, dafür lebensnah und toll gespielt!

 

Der Pferdeflüsterer

Grace (Scarlett Johansson) liebt reiten und Pferde über alles – bis es zu einem furchtbaren Unfall kommt. Um sowohl Grace wie auch dem Pferd zu helfen soll der Pferdeexperte Tom Booker (Robert Redford) helfend eingreifen …

Dieser Titel galt damals als er raus kam zu meinen Schulzeiten als der Prototyp eines Schmachtfetzens. Aber ist ja auch klar: 162 Minuten lang und handelt von einem Mann der mit Pferden spricht. Aber es geht hier wohl weniger um die Story sondern das dabei transportierte Gefühl: ein Pferd und ein junges Mädchen (die blutjunge Scarlet Johanssen) werden schwer verletzt und müssen einen Weg zurück ins Leben und in ihr Selbstvertrauen filmen, Redford inszeniert sich dabei als kerniger naturbursche der mit Geduld und sensiblem Vorgehen eben das ermöglicht. Auch wenn der Film dabei lang ist wird er nicht langweilig, er kostet halt nur seine Szenen aus, nimmt ein gaaaanz langsames Erzählempo und hüllt den Zuschauer über seine ganze Laufzeit in eine wunderbare, gut funktionierende Stimmung. Daran hat sich auch nach 20 Jahren nichts geändert. Wobei jemand der den Titel eins schlimm fand das nun kaum besser finden dürfte.

Fazit: Sensibel und voller schöner Momente und Aufnahmen, aber ebensosehr der furchtbar lange Schmachtfetzen nach dem er aussieht!

Deadpool 2

Söldner Wade Wilson (Ryan Reynolds) hatte sich Krebsdiagnose einer gefährlichen Prozedur unterzogen und wurde dabei zwar entstellt, aber ebenso mit übermenschlichen Selbstheilungskräften versehen. Nun kann er diese im Kampf gegen einen neuen Gegner brauchen: Nathan Summers alias Cable (Josh Brolin) tuacht als furchtbare Bedrohung auf …

Ich gehörte zu den wenigen Menschen die nicht wirklich viel vom ersten Film gehalten haben – das ständige durchbrechen der vierten Wand empfinde ich als ständiges rausreißen aus der Filmillusion, des weiteren war der dauerplappernde Antiheld für mich immens anstrengend. Daher bin ich sehr skeptisch an Folge zwei rangegangen und war umso mehr überrascht: nach wie vor quasselt Wade Wilson mit dem Zuschauer, aber deutlichw eniger und der FIlm ist bemüht eine richtige Story zu erzählen. Das ist zwar letztlich ein Superhelden Plot in altbekannter Manier, aber eben ein zufriedenstellender. Über die sonstige Aufmachung kann man eigentlich nicht klagen, Action Effekte und Darsteller stimmen dabei soweit, und es bleibt noch der HUmor der zwar nicht jedermanns Sache ist, aber sehr wohl einige unfassbar gute Pointen und Treffer dabei hat und auffährt. Heißt, die zweite Runde des Rächers fällt ungemein zufriedenstellend aus und ist der optimale Stoff für eine laute Kinoaprty!

Fazit: Actionreich, witzig, und geradliniger als der VOrgänger – sehr gelungenes Sequel!

Rating: ★★★★☆

Rendez-Vous mit Joe Black

William Parrish (Anthony Hopkins) erhält Besuch vom Tod in Gestalt eines jungen Mannes (Brad Pitt) und handelt mit ihm einen Deal aus: er darf länger leben wenn er dafür dem Tod die Welt der Menschen näher bringt. Dabei paßt es Parrish garnicht das seine Tochter Susan (Claire Forlani) großes Gefallen an dem Fremden findet …

Ich sah den Film kurz bevor er rauskam 1998 in einer Sneak-Preview, nun nach gut 20 Jahren nochmal auf Netflix. Und nun: ich frage mich immernoch warum man eine einfache Romanze auf eine amtliche Laufzeit voin 3 Stunden dehnen mußte. Irgendwie konnte man nicht aufhören Subplot auf Subplot zu stapeln und die einzelnen Szenen dazu unfassbar lang zu ziehen und zu dehnen. Seis drum: irgendwie hat das Ding nach langer Zeit was zutiefst beruhigendes an sich. Die Stimmung in der er gehalten ist, das Langsame Tempo und die Atmosphäre haben einfach was für sich, außerdem ist es sympathisch den dort zwar schon promienten, aber noch etwas unsicher wirkenden Brad Pitt zu sehen sowie einen deutlich jüngeren Anthony Hopkins. Obendrein ist es witzig daß man es hier einerseits kombiniert kleine lustige Alltagssituatuionen wie aus typischen Komödien aufzufahren in denen der Weltfremde aneckt, auf der anderen Seite absolute Schmachtfetzenmomente in denen sich die beteiligten ewig lange anstarren. Klar ist der Film mit drei Stunden zu lang um mal „einen Blick draufzuwerfen“, als fast altmodischer Klassiker kann er aber durchaus bestehen.

Fazit: Viel zu lang geraten, aber Stimmung und Darsteller funktionieren ganz gut.

Letztendlich sind wir dem Universum egal

Die 16 Jahre alte Rhiannon (Angourie Rice) verliebt sich in die körperlose Seele A, die dazu verdammt ist jeden Tag ihres Lebens in einem anderen Körper zu verbringen. Rhiannon ist fortan bemüht an jedem Tag A wieder zu finden und sucht nach einem Weg mit A zusammenbleiben zu können …

Dies ist wohl eine Geschichte die sich traumhaft gut auf Papier niederschreiben läßt, aber kaum in einen entsprechenden Film verfrachtet paßt: eine Seele wandert durchs Leben, übernimmt jeden Tag den Körper von jemand anders und verliebt sich in eine Frau die sie dann jeden Tag aufs neue sucht. Eigentlich also eine Romanze, mit dem Problem daß der eine Partner permanent wechselt und somit nicht zwischen zwei Figuren eine Spannung oder ein Gefühl aufkommen kann. Statt dessen zappt man wild duch die Figuren, bekommt immer ein paar Schlaglichter, aber geht nicht wirklich in die Tiefe da man eh wenige Momente später wieder jemand anders ist. Die Aufmachung ist dabei alelrdings ganz ok, es ist ein geller, sonnendurchfluteter Film den das Image „Romanze“ an jeder Stelle geradezu auaus allen Poren trieft. Aber sobald man sich nur mit ein wenig weiteren Überlegungen beschäftigt (woher kennt die Seele immer die Kennwörter der Leute die er besitzt) fällt alles zusammen. Für ein junges, romantiksuchendes Publikum ist es sicherlich nicht uninteressant, aber für jeden anderen eher ziehend.

Fazit: Man muß selbst entscheiden ob man diese Geschichte schön oder nur dämlich findet!

Hostiles – Feinde

Im Jahr 1892 erhält der Offizier Joseph J. Blocker (Christian Bale) den Auftrag einen sterbenden Cheyenne-Häuptling namens Yellow Hawk (Wes Studi) sowie dessen Familie in ihre Heimat zu eskortieren. Auf dem langen und gefahrenvollen Weg müssen der Soldat und der Indianer ihre Feindschaft überwinden um zu überleben … lautes Tohowabohu oder leises Drama? Brodie verräts 🙂

Western sind ein Genre daß es immer mal wieder auf der Leinwand gibt, aber eigentlich nur selten bedient wird. Warum eigentlich, wo doch die Gelegenheit für Action, große Bilder und spannende Momente gegeben ist. Und Christian Bale fühlt sich in dem Genre scheinbar auch sehr wohl, weswegen er nach „Todeszug nach Yuma“ hier erneut in den Sattel steigt, allerdings in einen ganz anders gearteten FIlm. Der FIlm verkauft sich als GEschichte in der ein Soldat und ein Indianer ihre Differenzen beilegen müssen, in wirklichkeit gehen gerade die beiden relativ normal miteinander um während um sie rum das totale blutige Chaos herrscht. Und auch Handlungstechnisch: der in der Introsequenz etablierte ANtagonist ist relativ schnell relativ egal, die Begegnungen und Situationen die sich auf der langen Reise ereignen wirken wie eine echte Abfolge von Dingen und nicht wie etwas was ein Drehbuchautor mit dramaturgischem Anspruch geschrieben hat. Mit 130 MInuten und einem sehr langsamen Erzähtempo ist der FIlm dann vor allem auch unfassbar lang, bietet dabei aber einige starke und unglaublich brutale Momente, nimmt aber sehr offt sehr effektiv das Tempo raus. Wer keine Western mag brauchts garnicht verscuhen, alle anderen könnten es mal probieren und vielleicht etwas daraus gewinnen.

Fazit: Stellenschweise schleppend, stellenweise krass: nicht für jedermann, aber durchaus interessant!

Rating: ★★★☆☆

Rampage

Primatenforscher Davis Okoye (Dwayne Johnson) kommt nicht gut mit seinen Mitmenschen klar, wohl aber mit dem Gorilla George hingegen schon den er seit Babytagen aufgezogen hat. Durch ein Experiment mutiert George aber zu einem agressiven Monster und ist schon bald mit weiteren betroffenen Tieren dabei eine Stadt anzugreifen …

Beim ersten sichten des Trailers fragte ich mich direkt wer sich so einen Quatsch ausdenkt, dann erfuhr ich daß es die Verfilmung eines Videospiels ist welches ich sogar selbst als Kind recht eifrig gespielt habe. Im Spiel steuerte man ein paar mutierte Viecher mit denen man eben Häuser einschlagen konnte – also genau das was eine filmische Umsetzung ganz dringend braucht. Leider bringt der Film dieses Event erst in der letzten halben Stunde und ist vorher ein langer Dialogmarathon in dem nicht wirklich sympathische Figuren Dinge sagen die ohnehin dem Zuschauer bekannt sind, als Helden kriegen wir Dwayne Johnson der eben einfach ein Held ist weil er Dwayne Johnson ist und unfassbar cool daher reden darf. Mir selber hat es einfach gereicht weil Großstadtszenarien in denen eine rieseige Gefahr wütet durch Godzilla, durch Avengers und die Transformers Filme ausreichend bedient sind. Als netten Film für einen Jungsabend mit der Bierpulle in der Hand taugt dieser vielleicht (man kann die langweilige erste Stunde ja vorspulen), als wirklich lohnenden Kinogang ist dies nicht zu betrachten. War aber ja auch nicht zu erwarten.

Fazit: Langweilige erste hälfte die in einen lauten, aber kaum originellen Krawall Showdown mündet!

Burg Schreckenstein 2

Die Internate Schreckenstein und Rosenfels am Kapellsee liefern sich weiterhin einen Wettstreit darum wer die besten Streiche hinbekommt. Dabei stürzt jedoch der Zeppelin des Grafen Schreckenstein (Harald Schmidt) stürzt ab und dessen Neffe Kuno (Uwe Ochsenknecht) übernimmt das Ruder – allerdings um die Burg zu verkaufen. Daher versuchen die Schüler den Verkauf zu verhindern …

Das, was ich damals bei Teil 1 sagte gilt wohl auch unvermindert hier: ich hab als Jugendlicher ein paar der Bücher gelesen und mochte sie durchaus, war aber kein großer Fan. Ich habe mir dabei diese Welt auch nicht gerade unfassbar farbenfroh ausgemalt oder explizit vorgestellt wie dort alles ausschauen mag – aber trotzdem komme ich zu dem klaren Schluß daß so wie es hier präsentiert wird für mich nicht kompatibel ist. Dazu ist hier alles zu bunt, zu hip und zu flott und die Schüler einfach zu modern, als das es Internatsschüler von vor 30 Jahren wären. Die Aufmachung ist ok, die Darsteller gehen auch klar und sollte es heutige Kinder geben die sich diese Filme angucken nd Spaß dran haben hat es meinen Segen. Für mich ist es aber nur eine völlig neue Kiste die das Etikett von früher umhängen hat.

Fazit: Als Kinderfilm recht tauglich, als Umsetzung der alten Buchserie furchtbar!