Fegefeuer der Eitelkeiten

Börsenspekulant Sherman McCOy (Tom Hanks) und seine Geliebte Marie (Melanie Griffith) verfahren sich und gelangen in einen Unfall bei dem sie Fahrerflucht begehen. Dieser Vorfall löst eine Kettenreaktion aus bei der durch den Reporter Fellow (Bruce Willis) ein unfassbarer Absturz für Sherman beginnt …

Ich bekam damals mit wie dieser Film erschien; daß er eine Verfilmung eines großen Romans ist und daß die Kritiken dazu sehr mau ausfielen. Als ich ihn dann dich sah konnte ich dies nicht verstehen, da er mir sehr zusagte. Im Laufe der Jahre gab ich ihn mir immer mal wieder, so nun auch mit über 40 Jahren. Und bleibe bei meinem Gefühl: ich mag den Film sehr. Hier ist auch viel Nostalgie dabei, wenn man Stars wie Tom Hanks, Morgan Freeman, Bruce Willis und Melanie Griffith in jüngeren Jahren nochmal sehen kann. Ebenso erfreut die kreative Kameraarbeit von Brian DePalma und der Umstand daß die eigentlich verzwickte Story sehr leicht verständlich vermittelt wird. Ik Kern ist es ein Drama, welches aber denoch einige Lacher parat hat und ein schönes Gesamtbild vn New York zeigt. Auch wenn ich damit eher alleine stehe: für mich stellt es einen kleinen Klassiker dar.

Fazit: Witzig, dramatisch und mit epischer Starbesetzung!

Downhill

Pete (Will Ferrell) und Billie Stanton (Julia Louis-Dreyfus) fahren mit ihren beiden Jungs in den Skiurlaub. Recht schnell erkennen sie aber daß sich die Dinge verändert haben und die ungewohnte Nähe einige unangenehme Situationen erzeugt …

Ein Film der mir unfassbar viel gegeben hat, aber ebenso unfassbar wenig. Will sagen: die Anfangslage welche den Ausgangspunkt des Films darstellt ist ein spannendes Gedankenspiel in das ich mich stundenlang vertiefen kann: eine Familie gerät in eine vermeintliche Gefahrenlage, der Vater verlässt seine Familie und muß sich fortan mit dieser Flucht, dem Verlust von Vertrauen und all diesen Konsequenzen auseinander schlagen. Leider hat mir der Film auf der anderen Seite nur anderthalb Stunden Langeweile gegeben. Will Ferrel und Jila Dreyfuss sind Darsteller die ich eher mit alberner Comedy verbinde, daher fällt es mir schwer sie hier als zwei ernsthafte Figuren mit einem ernsthaften Eheproblem zu schauen. Und der Film ist hochgradig unangenehm: all die ungemütlichen Anspannungsmomente die aus den Ereignissen erfolgen erlebt man mit, aber will man sowas überhaupt? Wer auf Skifahren und Skiurlaub steht kann vielleicht noch ein paar Pluspunkte aus dem Look gewinnen, aber das steigert auch ansonsten den Unterhaltungswert nicht.

Fazit: Spannende Ausgangslage welches in einen unangenehmen Dramafilm ohne allzug roße emotionale Tiefe!

Die Mitchels gegen die Maschinen

Die Studentin Katie Mitchell wird an an der Filmschule ihrer Träume angenommen. Leider streichen ihre Eltern den Flug dorthin und wollen sie mit dem Auto hinfahren. So beginnt ein chaotischer Trip …

Altbekannt, leider: der Film war eigentlich für einen Kinostart im Oktober 2020 gedacht, wurde aber pandemiebedingt an Netflix ausgelagert. Und das erweist sich wieder mal als Fluch und Segen zugleich: so kommen Nutzer des Streamingdienstes an ein quietschbuntes, fröhliches Abenteuer welches aber auf der Kinoleinwand so richtig geglänzt hätte. Dabei hat der Film sogar zwei Schichten: einerseits ist es die Geschichte wie eine chaotische Familie bemüht ist gegen eine Invasion der Roboter zu kämpfen, im Kern geht es aber um den Loslaß-Prozess bei dem ein Vater seine Tocher gehen lassen muß. Diese beiden ebenen werden zu einem rasanten, manchmal albernen aber herzlichen Film verwoben, der gleichermaßen die Familie feiert wie auch Kritik am Umgang mit Social Media innehat. Da die Gags nicht hysterisch werden und auch nicht unter die Gürtellinie gehen kann dieser Film wohl alle Altersklassen absolut ansprcehen und begeiistern.

Fazit: Rasant, bunt und mit emotionalem Kern: großartiges Animationsabenteuer welches sich vor Pixar nicht verstecken muss.

Rating: ★★★★☆

Es ist zu deinem Besten

Die Schwäger Arthur (Heiner Lauterbach), Bernhard (Jürgen Vogel) und Yussuf (Hilmi Sözer) sind voller Misstrauen gegen ihre Schwiegersöhne – und beschließen gemeinsam die unliebsamen Männer loszuwerden ….

Sie wollen nur das Beste – aber aus ihrer Sicht. Drei Väter manipulieren das Liebesleben ihrer Töchter, aus ihrer Sicht da sie sich sicher sind daß die jeweiligen Freunde ihrer Töchter nicht gut genug sind. Unfassbar viel ist aus dieser Thematik nicht rauszuholen, man kann aber ein passables Resultat erzielen. Mit drei bewährten Hauptdarstellern die ihrem Image entsprechend besetzt sind hat man schonmal eine gute Ausgangslage, hier hat man Hilmi Sözer, Heiner Lauterbach und Jürgen Vogel dabei. Die Story um die Altherrenmanipulation vermeidet derbe Aussetzer und Schläge unter die Gürtellinie, bringt aber außer nettem Schmunzelhumor keine entscheidenden Pointen. Und das emotionale Finale in der alle drei aus ihren Fehlern gelernt haben geht nicht wirklich ans Herz, aber reicht um den Film rund abzuschließen. Unterm Strich also solide Unterhaltung auf ZDF Niveau die nach dem Ansehen rasend schnell aus dem Bewußtsein verschwindet.

Fazit: Absolut austauschbare, solide Blödelei!

Pelikanblut – Aus Liebe zu meiner Tochter

Wiebke (Nina Hoss) trainiert Pferde auf einem Hof und hat Adoptivtochter Nicolina (Adelia-Constance Ocleppo) großgezogen. Dann aber soll sie das fünfjährige Problemkind Raya (Katerina Lipovska) – was zu immer härteren Methoden führt …

Bei diesem Film wurde ein ständiger Vergleich mit „Systemsprenger“ gezogen, der aber wohl nur darin zu finden ist daß es in beiden Filmen um verhaltensauffällige Kinder geht. Allerdings hat diese Version ganz andere Ansätze und eine ganz andere Richtung: hier durchlebt man eine lange, filmische Tortur wenn man den Alptraumweg den Nina Hoss gehen muß miterlebt. Sie gibt eine starke und glaubwürdige Frau ab die das Gute will, aber rat und hilflos mitansehen muß wie ihr kleines Mädchen stetig schlimme Dinge tut. Das atmosphärisch dichte Drama kippt dabei zum Ende hin in ein anderes Genre welches man so wohl nicht erwartet hätte – aber das macht es nicht schlechter. Dies ist die Form von einem unscheinbaren, kleinen Film auf den man sich einlassen muß. Tut man dies kann aber eine große Überraschung warten.

Fazit: Unscheinbar wirkend, aber doch voller Kraft und unerwartetem Kurswechsel zum Ende hin!

Rating: ★★★☆☆

Outbreak – Lautlose Killer

Der Virologie Daniels (Dustin Hoffman) wird nach Zaire gerufen um einen Ausbruch eines tödlichen Virus zu untersuchen. Er stellt schnell fest daß es sich um ein gefährliches, schnell übertragbares und absolut tödliches Virus handelt – und dies bereits bis in eine amerikanische Kleinstadt vorgedrungen ist …

Ich sah diesen Film 1995 im Kino, dann ein paar Jahre später nochmal im Fernsehen und nun über 20 Jahre lang garnicht. Ihn nun nochmal mit der Kenntnis der Coronasituation anzusehen gibt ihm natürlich eine ganz andere Dimension. Wobei man hier kein Werk das unfassbar viel prophezeit hat schaut, sondern einfach einen sehr aufwendigen und gut gemachten Thriller: unter der begabten Regie von Wolfgang Petersen  läuft hier eine Riege an Stars auf, beginnend mit Dustin Hoffmanm Cuba Gooding Jr., Donald Sutherland, Morgan Freeman, Kevin Spacey und Rene Russo. Die Story um den Stopp einer sich verbreitenden Krankheit, der Rettung einer betroffenen Stadt und ein paar militärischen Intrigen welche in heftigen Actionsequenzen gipfelt ist guter, solider Standard den man heute vielleicht etwas zu wehmütig sieht weil sich der ganze Film anders anschaut, anfühlt und aussieht als er in einem heutigen Titel wirken würde. Ebenso erkennt man in einzelnen Sequenzen die Greenscreen Effekte. Trotzdem kriegt der ganze Film einen ganz fiesen Beigeschmack: eine Szene in der ein paar Rednecks aus den Sicherheitsbeschränkungen ausbrechen lässt einen ungewollt an Querdenker denken, ebenso sind die Abläufe wie die Krankheit sich hier verbreitet und Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden unglaublich nah an einem realen Verlauf. Das gibt diesem für sich nur gut unterhaltsamen Film eine ganz andere, fiese Dimension.

 

Fazit: Spannender Thriller mit Top Cast dem die realen Umstände nach langer Zeit einen echt fiesen Beigeschmack verleihen.

Love & Monsters

Joel (Dylan O’Brien) und seine Freundin Aimee (Jessica Henwick) werden außeinander gerissen als eine Monsterapokalypse über die USA hereinbricht. Nach sieben Jahren Trennung erhält Joel ein Lebenszeichen und beginnt eine wilde Odyssee um Aimee wiederzusehen …

Ich sah den Film mit einer großen Wehmut: wäre der Film unter normalen Umständen ins Kino gekommen hätte ich ihn sicherlich in einer Sneak Preview gehabt und einen schönen Abend verbracht, so ist es nur eine unscheinbare Premiere auf NEtflix. Aber eine die sich lohnt: der Film entwirft ein Weltuntergangsszenario, nimmt das Passierte aber nicht ernst und schrecklich, sondern eher leicht. Dann wird ein unsagbar sympathischer, wenngleich nicht besonders kluger Held ins Getümmel geworfen, der sich aus Verknalltsein in ein großes Abenteuer stürzt. Dabei geht’s zwar oftmals actionreich und spannend zu, der Fokus liegt trotzdem auf einem eher humorigen Ton. Die Monster die hier auftauchen könnten fast alle auch bei einer „Men in Black“ Fortsetzung agieren und sieht technisch adäquat, aber nicht ausladend inszeniert. Letztlich ist der Film durchweg sympathisch, macht durchgehend Spaß und beleuchtet bekannte Motive einfach ein wenig humoriger. Ein ganz großer Spaß.

 

Fazit: Viele bewährte Komponenten in frischer From aufbereitet so daß es einen großen Spaß ergibt!

Rating: ★★★★☆

Thunder Force

Forscherin Emily (Octavia Spencer) erfindet ein Mittel mit dem sie übermenschliche Kräfte entwickeln kann – leider gerlangt dieses Serum an ihre tollpatschige FrendinLydia (Melissa McCarthy). So bilden die beiden fortan das Duo „Thunder Force“ …

Dies ist der fünfte Film den Melissa McCarthy und ihr Ehemann ben Falcone zusammen machen und die Erwartungshaltung steht fest: vermutlich wird McCarthy als vulgäre Dicke inszeniert mit ekelhaftem Auftreten und derben Pointen unter der Gürtellinie. Daher überraschen die ersten Minuten welche die Freundschaft der beiden hauptfiguren schildert aus der Teeanferzeit heraus, da fällt diese Chemie überraschend nett und warmherzig aus. Auch wenn McCarthy dann als Erwachsene auftritt scheint es zumindest ein Stück weit zu klappen, sie als eher traurige Frau mit einer gewissen Ruhe zu zeigen. All das fliegt aber brachial aus dem Fenster ab dem Moment wo sie im Film Superkräfte bekommt. Bis zur Hälfte des Films dauert es dann diese zu trainieren, da werden dann dämliche Witze von Jenseits der Gürtellinie gerissen und Fleisch roh in Großaufnahme gefuttert – der Film driftet auf das Level ab was man befürchten durfte. Auch mit Octavia Spencer an ihrer Seite kann man wenig retten: deren Figur ist zu unscheinbar und uninteressant, die Story um ein paar Standardfieslinge ist mit der Schablone gemalt und die paar wenigen Actionszenen kriegt jede TV Production ebenso gut hin. Es scheint ja Fans dieser McCarthy / falcone Filme zu geben, sonst bekämen die nicht immer weiter Geld dafür, ich kann mich nicht dazuzählen. Im Meer der trivialen Streaming Titel schwimmt hiermit ein weiterer Vertreter – mit ungewaschenen Anzügen.

Fazit: Die derbe, unlustige und klischeehafte Nummer die darunter zu erwarten war – trotz gelegentlicher tauglicher Ansätze.

Rating: ★★☆☆☆

Liebling, jetzt haben wir uns geschrumpft

Durch einen Unfall gerät Wayne Szalinski (Rick Moranis) mit seinem Bruder Gordon in den Strahl seiner eigenen Schrumpfmaschine. Unbemerkt von den Kindern im Haus müssen sie einen Weg finden wieder zur normalen Größe heranzuwachsen …

Ich habe den ersten Film geliebt, wußte auch daß dieser dritte Teil existiert und doch hat es gut 24 Jahre gebraucht daß ich mal einen Blick drauf werfe – und ach, es hätte noch weitere 24 Jahre dauern dürfen. Falls dieser Film der Grund war weshalb sich Rick Moranis aus dem Geschäft zurück gezogen hat kann ichs restlos verstehen: hier stimmt garnichts. Inhaltlich schließt der Film kaum an seine Vorgänger an außer eben dadurch daß Rick Moranis wieder als verschrobener Tüftler auftritt. Die restlichen Mitglieder seiner Familie werden von neuen und komplett nichtssagenden Darstellern verkörpert, hier kommt keinerlei Charme zu den Figuren auf. Das Szenario hätte ein umgedrehter Kniff sein können in dem man den ersten Film spiegelt wenn nun der Erfinder selber geschrumpft ist – es sit aber nur ein aneinanderreihen von Szenen bei denen ich den Eindruck habe daß es nicht verwendete Gedanken für den Erstling waren. Der Look ist der eines billigen TV Films und der bunte Green Screen Look ätzt sich mich seiner Künstlichkeit geradezu ins Auge. Und obendrein spielt Allison Mack mit, die ich zwar in „Smallville“ sehr gemocht habe, um die ich aber weiß was sie sich hat zu Schulden kommen lassen so daß ich sie nicht mehr unbelastet in einem Kinderfilm schauen kann. Am Ende wird dieser Film sein kaum geklicktes Schicksal auf DisneyPlus finden.

 

Fazit: Billigsequel der übelsten Sorte!

Rating: ★☆☆☆☆

Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby

Wayne Szalinski (Rick Moranis) arbeitet mittlerweile in einem Labor an der Perfektionierung seiner Maschine. Als er seinen kleinen Sohn Adam (Daniel / Joshua Shalikar) zur Arbeit mitnimmt und der Junge vom Strahl der Maschine getroffen wird beginnt bei ihm ein unnatürlicher Wachstum – schon bald hat Adam riesige Ausmaße angenommen und wird vom bösartigen Hendrickson (Joh Shea) gejagt …

ch habe den Erstling damals geliebt und fand dieses Sequel daher spannend, aber ebenso enttäuschend. Das lag daran daß die Filmfamilie umgezogen ist und die Nachbarjungs der Thompson Familie nicht mehr dabei sind – ebenso verlässt Tovchter Amy gleich zu Beginn die Geschichte. Damit bleiben nur wenige Figuren übrig die eine komplette Schablonenstory durchleben: statt zu schrumpfen wird hier ein Kind auf epische Größe aufgepustet. Die daraus entstehen Situationen werden mit schlichten Greenscreen Effekten gelöst die zu ihrer Erscheinung angemessen waren, aber mittlerweile derbe gealtert erscheinen. Ansonsten habe ich lediglich ein Lächeln beim Anblick von Lloyd Bridges im Gesicht der als gutmütiger Konzernchef mein heimlicher Star des Films ist. Ansonsten hat man passable Gags und eben ein paar charmante Charaktere aus dem Erstling die ihn am Ende dann doch erträglich machen. Ein gewisser Retrocharme  hilft.

Fazit: Schlichtes Sequel mit schlecht gealterten Effekten deren Hauptfiguren aber durchaus Herz besitzen!